20 April 2026, 04:12

Rosenheimer Bundespolizei zieht Bilanz: Weniger unerlaubte Einreisen, aber mehr Schleuserkriminalität 2024

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem umzäunten Gebäude mit Bäumen und Flaggen.

Rosenheimer Bundespolizei zieht Bilanz: Weniger unerlaubte Einreisen, aber mehr Schleuserkriminalität 2024

Grenzschutz blieb 2024 eine große Herausforderung für das Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Im Jahr 2024 blieb die Sicherung der Grenzen eine zentrale Aufgabe für die Bundespolizeiinspektion Rosenheim. Die Beamten registrierten rund 3.300 unerlaubte Einreisen und Versuche – ein Rückgang um etwa 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Migranten ohne gültige Papiere kamen aus Syrien, das damit erneut an der Spitze der Herkunftsländer stand.

Polizeidirektor Stefan Kurth bezeichnete 2024 als ein Jahr mit anhaltendem Druck für die Rosenheimer Behörde. Im Schnitt wurde alle vier Tage ein mutmaßlicher Schleuser festgenommen. In einem spektakulären Fall erhielt ein Mitglied eines internationalen Schleusernetzwerks eine Haftstrafe von neun Jahren und drei Monaten – verurteilt für 21 nachgewiesene Fahrten, bei denen 357 Menschen über die Grenze gebracht worden waren.

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Fast die Hälfte der Migranten reiste mit dem Bus ein. Zudem deckten die Behörden in etwa 210 Fällen gefälschte oder manipulierte Dokumente auf. Drogendelikte gingen leicht zurück: von rund 320 Fällen im Jahr 2023 auf etwa 290 im Jahr 2024.

Neben der Migrationskontrolle führte die Inspektion im Laufe des Jahres rund 370 Haftbefehle durch.

Die Bilanz für 2024 zeigt zwar einen Rückgang bei unerlaubten Einreisen im Vergleich zu 2023, doch Schleuserkriminalität und Dokumentenfälschungen bleiben zentrale Problemfelder für die Rosenheimer Bundespolizei. Die Behörde überwacht weiterhin die Grenzaktivitäten, vollstreckt Haftbefehle und geht gegen organisierte Kriminalität vor.

Quelle