Riesiger Batteriespeicher in Pfaffenhofen stabilisiert das Stromnetz bis 2024
Miroslav HofmannRiesiger Batteriespeicher in Pfaffenhofen stabilisiert das Stromnetz bis 2024
Großes Batteriespeichersystem entsteht in Pfaffenhofen an der Ilm
Nach der Auftragsvergabe durch die Bayernwerk Natur GmbH wird die Intilion AG in Pfaffenhofen an der Ilm ein großflächiges Batteriespeichersystem errichten. Die Anlage mit einer Leistung von 15 Megawatt und einer Kapazität von 30 Megawattstunden soll zur Stabilisierung des lokalen Stromnetzes beitragen. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen; die Netzanbindung ist bis Ende des Jahres geplant.
Wie Intilion am Montag bekannt gab, handelt es sich um ein modulares, containerbasiertes System. Die Anlage umfasst Batterieeinheiten, Wechselrichter und Transformatoren, die in transportablen Containern untergebracht werden. Der erste Spatenstich am Umspannwerk Reisgang erfolgte Anfang dieses Monats.
Als Technologie kommen Lithium-Eisenphosphat-Batterien zum Einsatz, die für ihre Sicherheit und Langlebigkeit bekannt sind. Die Steuerung übernimmt ein eigenes System von Intilion, das in die Application Unit (IAU) und die Control Unit (ICU) unterteilt ist. Während die IAU für Netzkonformität, externe Anschlüsse und die Bereitstellung von Regelenergie zuständig ist, vernetzt die ICU die Komponenten, regelt die Klimatisierung und überwacht den Brandschutz.
Sobald der Speicher in Betrieb geht, wird er Primärregelleistung bereitstellen, um die Netzfrequenz in Notfällen auszugleichen. Zudem speichert er überschüssige Energie bei Spitzenproduktion und gibt sie bei steigendem Bedarf wieder ab.
Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer flexibleren Energieversorgung in der Region. Bis Ende 2024 soll die Anlage vollständig in das Netz integriert sein und sowohl zur Stabilität als auch zur Effizienz beitragen. Intilion bleibt für Installation, Inbetriebnahme und den langfristigen Service der Anlage verantwortlich.






