Revolutionäres Fraunhofer-Verfahren macht Batterien in Echtzeit transparent und sicherer
Miroslav HofmannRevolutionäres Fraunhofer-Verfahren macht Batterien in Echtzeit transparent und sicherer
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) haben eine innovative Methode zur Echtzeitüberwachung von Batterien entwickelt. Unter der Leitung von Prof. Fabio La Mantia hat das Team ein Verfahren entworfen, das die Energieverwaltung in Elektrofahrzeugen deutlich verbessert. Es liefert präzisere und detailliertere Informationen als die bisherigen Systeme.
Die Technik basiert auf der Impedanzspektroskopie, mit der der Zustand von Batterien während des Betriebs analysiert wird. Dieser Ansatz ermöglich es, sowohl den Ladezustand als auch die interne Gesundheit der Zellen zu messen – und das ohne Unterbrechung des Betriebs. Zudem erkennt das System frühzeitig überhitzte Zellen, beugt Schäden vor und verlängert so die Lebensdauer der Batterien.
Die Anwendungsmöglichkeiten gehen jedoch weit über den Fahrzeugbereich hinaus. Das Verfahren kann auch in erneuerbaren Energiesystemen eingesetzt werden, um die Stromerzeugung mit der Speicherung optimal abzustimmen. Dank seiner Genauigkeit lassen sich sogar die Lebensdauern einzelner Zellen vorhersagen – ein langfristiger Vorteil für Nutzer.
Besonders vielversprechend ist die Technologie für sicherheitskritische Bereiche. So könnten elektrische Flugzeuge davon profitieren, um Zuverlässigkeit und Leistung unter anspruchsvollen Bedingungen zu steigern.
Das neue System liefert Echtzeitdaten mit hoher Präzision und unterstützt damit eine sicherere und effizientere Energienutzung – sei es in Fahrzeugen, erneuerbaren Energiesystemen oder der Luftfahrt. Die Innovation des Fraunhofer IFAM setzt Maßstäbe für das Batteriemanagement der Zukunft.






