Radio CORAX kämpft um finanzielle Zukunft trotz vielfältigem Programm
Alexander TextorRadio CORAX kämpft um finanzielle Zukunft trotz vielfältigem Programm
Radio CORAX, ein freies Bürgerradio mit fast 400 Mitgliedern, produziert wöchentlich 175 verschiedene Sendungen. Der Großteil des Teams arbeitet ehrenamtlich und gestaltet ein Programm, das sich täglich verändert. Doch nun sieht sich der Sender wachsenden Sorgen um die zukünftige Finanzierung gegenüber – während er gleichzeitig seine vielfältigen Formate am Leben erhalten will.
Der Betrieb finanziert sich aus verschiedenen Quellen. Rund 200.000 Euro fließen jährlich von der Landesmedienanstalt, hinzu kommen kommunale Zuschüsse, Projektförderungen und Spenden aus der Bevölkerung. Angesichts zunehmender finanzieller Unsicherheit werden die Beiträge der Hörerschaft immer wichtiger.
Das Programm von CORAX wird von denen gestaltet, die es machen. Ehrenamtliche bringen ihre Ideen in Redaktionssitzungen ein und besuchen im Anschluss Workshops, um loszulegen. Heraus kommt ein buntes Angebot – von Musiksendungen wie Tipkin bis zu diskursiven Formaten wie dem Magazin Serendipity.
Über das reine Radioprogramm hinaus veranstaltet der Sender öffentliche Events in seinem Studio, darunter Filmabende, Diskussionen und praktische Workshops. CORAX kooperiert zudem mit kulturellen Initiativen und ist aktiv in AMARC, einem weltweiten Netzwerk unabhängiger Radiosender.
Trotz der finanziellen Herausforderungen plant das Team, das aktuelle Sendungsvolumen beizubehalten. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Bewahrung der vielfältigen Stimmen und Klänge, die den Sender ausmachen.
CORAX setzt auf ein kleines Budget und eine große Gruppe Ehrenamtlicher, um am Ball zu bleiben. Da Spenden eine immer größere Rolle spielen, hängt die Zukunft des Senders sowohl von finanzieller Unterstützung als auch vom Engagement der Community ab. Vorerst laufen die täglichen Sendungen und öffentlichen Veranstaltungen wie gewohnt weiter.






