Potsdams Toleranzfest zeigt Widerstand gegen Extremismus und feiert demokratische Werte
Alexander TextorPotsdams Toleranzfest zeigt Widerstand gegen Extremismus und feiert demokratische Werte
Potsdams jährliches Toleranzfest stand unter dem Zeichen des Widerstands gegen Extremismus und der Verteidigung demokratischer Werte. Das traditionsreiche Event feierte zugleich die langjährige Offenheit und Integrationsbereitschaft der Stadt.
Die Wurzeln des Festes reichen bis ins Jahr 1685 zurück, als Kurfürst Friedrich Wilhelm mit dem Toleranzedikt des Großen Kurfürsten französischen Hugenotten die Ansiedlung in Brandenburg ermöglichte – ein entscheidender Schritt für den Wiederaufbau der Region nach dem Dreißigjährigen Krieg. Jahrhunderte später, im Jahr 2008, verabschiedete Potsdam das Neue Potsdamer Toleranzedikt, um sein Bekenntnis zu Vielfalt erneut zu bekräftigen.
In diesem Jahr bot das Fest Sport, Spiele, Musik und kulturelle Aktivitäten. Organisiert wurde es vom Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt, SV Babelsberg 03, dem Oberlinhaus und Christoph Miethke. Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel warb auf Instagram für die Veranstaltung und würdigte alle, die sich für Toleranz und Demokratie einsetzen.
Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle besuchte das Fest und warnte vor wachsenden Gefahren. Sie verwies auf den zunehmenden Druck auf die offene Gesellschaft, der sich in Ausgrenzung, extremistischen Haltungen und rassistischen Übergriffen äußere. Schüle rief zum Widerstand gegen diese Entwicklungen auf.
Das Festival unterstrich Potsdams historische wie aktuelle Haltung zur Toleranz. Veranstalter und Politiker betonten die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen gegen Extremismus. Die Feierlichkeiten erinnerten an die bleibenden Werte der Stadt und ihr Engagement für eine inklusive Gesellschaft.






