Ploß will Sommerferien neu ordnen – und Bayerns Sonderrolle beenden

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Einige Zelte mit Menschen beim Einkaufen, mit Gebäuden, Strommasten, Bäumen und Himmel im Hintergrund.

Ploß will Sommerferien neu ordnen – und Bayerns Sonderrolle beenden

Bundestourismuskoordinator Ploß schlägt gestaffelte Sommerferien vor, um Reiseziele zu entlasten

Christoph Ploß, der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, hat einen Plan vorgelegt, die Sommerferien in Deutschlands 16 Bundesländern zeitlich zu staffeln. Sein Vorschlag zielt darauf ab, die Belastung für beliebte Urlaubsregionen zu verringern und ein faireres System für Unternehmen wie auch Familien zu schaffen. Derzeit legen die Länder ihre Ferientermine eigenständig fest – mit der Folge, dass die Nachfrage ungleich verteilt ist und viele Ziele überlaufen sind.

Aktuell beginnen die Sommerferien je nach Bundesland zu völlig unterschiedlichen Zeitpunkten. So starten 2026 etwa Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland bereits am 29. Juni und enden am 7. August. Bremen und Niedersachsen beginnen dagegen erst am 2. Juli und schließen am 12. August ab. Bayern hingegen fängt erst am 3. August an und hat bis zum 14. September Ferien. Ploß kritisiert, dass diese mangelnde Abstimmung in den Hauptreisewochen zu überfüllten Hotels, Restaurants und Attraktionen führe.

Seine Lösung sieht ein rotierendes System vor, bei dem die Länder abwechselnd früher im Juni oder später im September in die Ferien starten. Durch diese Verteilung, so Ploß, ließe sich die Auslastung in Beherbergungsbetrieben und Freizeiteinrichtungen gleichmäßiger gestalten. Familien hätten es leichter, Unterkünfte zu buchen, und könnten außerhalb der klassischen Hochsaison von günstigeren Preisen profitieren. Besonders ins Visier nimmt der Koordinator die langjährige Praxis Bayerns, als letztes Bundesland in die Sommerpause zu gehen. Dies schaffe Ungerechtigkeiten und erschwere vielen die Urlaubsplanung, argumentiert er. Die Neuregelung würde zudem dazu beitragen, dass lokale Gemeinden Tourismus positiver aufnehmen und Unternehmen über die Saison hinweg stabilere Einnahmen erzielen.

Umgesetzt werden könnte der Plan jedoch nur, wenn sich alle Bundesländer auf eine abgestimmte Ferienregelung einigen. Gelänge dies, wären weniger überlaufene Reiseziele und stabilere Preise für Urlauber die Folge. Ploß’ Konzept setzt auf praktische Vorteile – sowohl für die Tourismusbranche als auch für Familien, die ihren Sommerurlaub planen.

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