21 March 2026, 12:11

Playboy-Verlag verklagt Meta wegen Facebook-Sperre und gefährdeter Pressefreiheit

Titelbild einer alten deutschen Zeitschrift namens 'Frauenwarte' mit einem Schwarz-Weiß-Foto von einem Mann und zwei Frauen, die lächeln, und einem Text, der 'Deutscher Weltkrieg' angibt.

Playboy-Verlag verklagt Meta wegen Facebook-Sperre und gefährdeter Pressefreiheit

Der Verlag Kouneli Media, Herausgeber des Playboy-Magazins, hat rechtliche Schritte gegen Meta eingeleitet, nachdem die deutsche Facebook-Seite des Magazins dauerhaft gesperrt wurde. Das Unternehmen reichte eine Beschwerde bei der deutschen Bundesnetzagentur ein und argumentiert, dass die Löschung die Pressefreiheit gefährde. Meta verwies auf Verstöße gegen Gemeinschaftsstandards, konkretisierte jedoch nicht, welche Beiträge zur Sperre führten.

Die Sperrung erfolgte nach Metas Entscheidung, die Seite von Playboy Deutschland wegen angeblicher Verstöße gegen Regeln zu "sexuell suggestivem Kontakt zwischen Erwachsenen" sowie "Nacktheit und sexueller Aktivität" zu deaktivieren. Trotz wiederholter Anfragen gab der Tech-Konzern keine Auskunft darüber, welcher Inhalt die Maßnahme ausgelöst hatte.

Kouneli Media versuchte seit der ersten Sperre, das Problem in direkten Gesprächen mit Meta zu lösen. Als diese Bemühungen scheiterten, beauftragte der Verlag eine Münchner Kanzlei, um eine einstweilige Verfügung zu erwirken. Der Medienverband Freie Presse (MVFP) unterstützte die Klage öffentlich und warnte, dass Metas Vorgehen ein gefährlicher Präzedenzfall für Medienhäuser werden könnte.

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Stand März 2026 hat die Bundesnetzagentur noch nicht öffentlich auf die Beschwerde reagiert. Weitere Schritte oder Stellungnahmen der Behörde sind bisher nicht dokumentiert.

Der Fall bleibt ungelöst, während Kouneli Media auf Transparenz und eine Aufhebung der Sperre drängt. Das Ergebnis könnte künftig beeinflussen, wie Sozialen Medien mit Inhalten von Verlagen umgehen. Bis auf Weiteres bleibt die Facebook-Seite von Playboy Deutschland offline – und Meta hat die konkreten Vorwürfe noch immer nicht beantwortet.

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