Oettinger Brauerei formiert Vorstand neu nach Blaschaks Abschied
Alexander TextorOettinger Brauerei formiert Vorstand neu nach Blaschaks Abschied
Die Oettinger Brauerei, ein traditionsreiches Familienunternehmen, hat nach dem Abschied von Geschäftsführer Stefan Blaschak ihren Vorstand umstrukturiert. Das 1731 gegründete Unternehmen zählt weiterhin zu den wichtigsten Akteuren der deutschen Getränkebranche und produziert jährlich rund sechs Millionen Hektoliter. Zwei neue Führungskräfte verstärken nun das Topmanagement.
Thilo R. Pomykala wird sein Amt am 1. April antreten und bringt umfassende Erfahrung aus dem Bereich der schnelldrehenden Konsumgüter (FMCG) mit. Über sechs Jahre lang war er als Geschäftsführer bei Hochwald tätig, wo er die Bereiche Vertrieb, Marketing und Innovation leitete. Zuvor arbeitete er unter anderem für Unilever, die Semper idem Underberg AG, Meggle und Hochland. Seine Berufung wurde von Pia Kollmar, Eigentümerin und Geschäftsführerin von Oettinger, gelobt, die insbesondere seine Branchenexpertise hervorhob.
Auch Dominika Steinberg wird in den Vorstand aufsteigen und ihre Verantwortung über Personal und IT hinaus auf Produktion und Technik ausweiten. Die Neuerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Oettinger seine Position als siebgrößte Brauerei Deutschlands hält. Im Jahr 2024 wurden 6,6 Millionen Hektoliter produziert – davon 2,4 Millionen für den Export. Das Unternehmen beschäftigt rund 700 Mitarbeiter an seinen Standorten in Oettingen (Bayern) und Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen).
Jährlich füllt Oettinger etwa eine Milliarde Flaschen und Dosen mit Bier, Biermischgetränken und Erfrischungsgetränken ab. Zwar liegt die Produktionsmenge unter der von Konkurrenten wie der Paulaner Gruppe, die im selben Zeitraum insgesamt 6,6 Millionen Hektoliter (davon 5,3 Millionen für den Inlandsmarkt und 1,3 Millionen für den Export) herstellte, doch bleibt Oettinger ein bedeutender Marktteilnehmer.
Der neu formierte Vorstand soll das Unternehmen nun in die Zukunft führen, während es an seinen beiden deutschen Hauptstandorten weiter operiert. Pomykalas strategische Expertise und Steinbergs erweiterte Rolle zielen darauf ab, das Wachstum der Brauerei zu fördern. Produktionsvolumen und Exportstärke bleiben zentrale Säulen ihrer Marktpräsenz.






