Nürnbergs "Festival des Falschparkens" lockt mit chaotischem Parkspaß und prominenten Gästen
Roger AdolphNürnbergs "Festival des Falschparkens" lockt mit chaotischem Parkspaß und prominenten Gästen
Nürnbergs jährliches "Festival des Falschparkens" zieht wieder Scharen von Besuchern an – und weckt das Interesse anderer deutscher Städte
Das Event, das für sein chaotisch-kreatives Parkkonzept bekannt ist, erlaubt Autofahrern, ihre Fahrzeuge an ungewöhnlichen Orten abzustellen – ganz ohne Knöllchen. In diesem Jahr gab sogar Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Eröffnungsfeier einen Auftritt.
Für die Dauer des Festivals verwandelt sich Nürnberg in einen "Spaßpark für Autofahrer", in dem verbrennermotorisierte Fahrzeuge an den kuriosesten Plätzen abgestellt werden: Fußgängerzonen, Spielplätze und sogar Einkaufspassagen dienen als temporäre Parkflächen. Radfahrer werden für die Zeit des Events aus dem Innenstadtverkehr umgeleitet, um Platz zu schaffen.
Oberbürgermeister Marcus König (CSU) feiert das Festival als Symbol für die innovative und kulturelle Ausstrahlung der Stadt. Er machte selbst mit, indem er seinen Dienstwagen auf einem Biergarten in der Nähe einer mittelalterlichen Burg abstellte, bevor er weiterfuhr. Trotz des offensichtlichen Regelbruchs betont er Jahr für Jahr: Weder vor, während noch nach dem Festival werden Strafzettel ausgestellt.
Die finanziellen Vorteile liegen auf der Hand: Seit Jahren schreibt Nürnberg während des Events kein einziges Knöllchen aus. Der Erfolg hat auch andere mittelgroße Städte aufhorchen lassen – darunter Mannheim, St. Ingbert und Erfurt, die nun über ähnliche Konzepte nachdenken. Bei der diesjährigen Eröffnung bedankte sich Söder bei den Sponsoren BMW, Red Bull und der HUK-Versicherung für ihre Unterstützung.
Das Festival lockt Zehntausende Besucher aus ganz Europa an und verwandelt das sonst verpönte Falschparken in ein Spektakel. Seine wachsende Beliebtheit deutet darauf hin, dass es sich zu einem festen Bestandteil im Nürnberger Kulturkalender entwickeln könnte.
Das "Festival des Falschparkens" festigt Nürnbergs Ruf als Stadt, die Tradition mit mutigen Ideen verbindet. Ohne Bußgelder und mit spürbaren wirtschaftlichen Vorteilen hat das Event seinen Wert längst unter Beweis gestellt. Nun beobachten andere Städte genau, ob sie diesen Erfolg kopieren können.






