Neuer Solarpark in Balzhausen zeigt, wie Netzengpässe den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen können
Stjepan StaudeNeuer Solarpark in Balzhausen zeigt, wie Netzengpässe den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen können
Vensol hat in der Nähe von Balzhausen einen neuen Solarpark fertiggestellt, nachdem das Unternehmen erfolgreich um Netzkapazität konkurriert hatte. Das Projekt war Teil eines Pilotprogramms der Netzbetreiber LEW Verteilnetz und Bayernwerk, das darauf abzielte, Engpässe im Stromnetz zu verringern und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen.
LEW Verteilnetz und Bayernwerk hatten zwei bestehende Umspannwerke ausgebaut, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Anschließend luden sie Projektentwickler ein, im Rahmen ihrer Initiative „Einspeisesteckdose“ um die neu verfügbaren Anschlussplätze zu bieten. Vensol sicherte sich einen Platz für sein Photovoltaik-Projekt in Balzhausen – neben zwei weiteren Solarparks, drei Speicherprojekten und einem Windpark.
Das Pilotverfahren ermöglichte den Entwicklern schnelle Klarheit über Machbarkeit, genaue Anschlusspunkte und Konditionen. Thomas Schultheiß, bei Vensol verantwortlich für die Projektentwicklung, betonte die deutlich verbesserte Kommunikation mit LEW. Barbara Plura, Asset-Managerin und Netzplanerin bei LEW, hob hervor, dass der Ansatz zudem die Gesamtkosten senkte.
Trotz anfänglicher Netzengpässe, die das Projekt in Balzhausen vorübergehend stoppten, trieb Vensol die Arbeiten voran. Der Solarpark ist nun fertiggestellt und bereit für die Inbetriebnahme. Damit das Modell flächendeckend eingesetzt werden kann, müssten jedoch rechtliche Rahmenbedingungen und Regelungen zur Kostenverteilung angepasst werden.
Der Solarpark bei Balzhausen steht kurz vor seinem offiziellen Start. Das Pilotprogramm zeigte einen schnelleren und transparenteren Weg zur Verteilung von Netzkapazitäten auf. Eine breitere Anwendung würde allerdings Änderungen bei Vorschriften und Kostenteilungsvereinbarungen erfordern.
