17 March 2026, 01:03

Münchner Sicherheitskonferenz startet mit Rekordbeteiligung und US-Außenminister Rubio

US-Außenminister Mike Pompeo trägt einen schwarzen Blazer, ein weißes Hemd und eine schwarze Krawatte und steht vor einem blauen Hintergrund an einem Podium mit zwei Mikrofonen, während er auf der 20. Internationalen Seemacht-Symposium spricht, rechts neben ihm eine Reling.

US-Außenminister Marco Rubio reist zur Münchner Sicherheitskonferenz - Münchner Sicherheitskonferenz startet mit Rekordbeteiligung und US-Außenminister Rubio

Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) beginnt diese Woche mit starker internationaler Beteiligung. Über 1.000 Teilnehmer aus rund 120 Ländern werden erwartet, darunter mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie 100 Außen- und Verteidigungsminister. Bundeskanzler Friedrich Merz wird die Veranstaltung mit seiner ersten großen außenpolitischen Rede seit Amtsantritt eröffnen.

Die Konferenz findet vom 17. bis 18. Februar statt. Die US-Delegation wird von Außenminister Marco Rubio angeführt. Seine Teilnahme steht in der Tradition der hohen amerikanischen Präsenz unter Präsident Donald Trump – ein Kontrast zu früheren Jahren, in denen das Engagement je nach Regierung variierte. Rubio betonte, die aktuelle geopolitische Lage erfordere eine Neudefinition globaler Rollen.

Auf deutscher Seite nehmen Außenminister Johann Wadephul, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Finanzminister Lars Klingbeil teil. Nach München reist Rubio weiter nach Ungarn und in die Slowakei – zwei Länder, deren Regierungen als Verbündete der Trump-Administration gelten.

Die MSC ist seit langem ein zentrales Forum für transatlantische Sicherheitsfragen. Die jüngsten Ausgaben spiegeln verschobene US-Prioritäten wider; 2026 stand besonders die NATO und die Partnerschaft mit Europa im Fokus. Auch in diesem Jahr werden Dutzende US-Abgeordnete erwartet.

Die Konferenz bringt Spitzenpolitiker, Militärvertreter und Entscheidungsträger zu hochrangigen Gesprächen zusammen. Rubios anschließender Besuch in Mitteleuropa unterstreicht das anhaltende US-Engagement für regionale Partner. Umfang und Besetzung der Veranstaltung belegen ihre fortwährende Bedeutung in der globalen Sicherheitsdebatte.

AKTUALISIERUNG

AfD und BSW-Delegierte besuchen MSC 2026 und markieren eine Politikänderung

Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz bestätigte die Teilnahme von AfD- und BSW-Vertretern erstmals seit 2023, was eine vorherige Ausschlusspolitik umkehrt. Wichtige Details sind:

  • Über 1.000 Teilnehmer aus 115 Ländern nahmen an der Veranstaltung teil.
  • AfD und BSW waren von 2023 bis 2025 aufgrund ihrer Weigerung, der Bundestagsrede des ukrainischen Präsidenten Selenskyj beizuwohnen, und der Einstufung der AfD als ‘rechtsextremistisch’ durch die Behörden ausgeschlossen.
  • Die Teilnahme in diesem Jahr spiegelt eine Änderung im Ansatz der Konferenz zur politischen Vertretung wider.