17 April 2026, 18:14

Münchens S-Bahn-Stammstrecke bekommt ein neues elektronisches Stellwerk – mehr Pünktlichkeit in Sicht

Ein Bahnhof mit einem Zug auf den Schienen, einem Wagen auf dem Boden, einem an einem Pfahl angebrachten Schild, einer Wand auf der linken Seite und einer Decke oben sowie einer zentralen Signalbox, die die Ankunft von Zügen steuert.

Münchens S-Bahn-Stammstrecke bekommt ein neues elektronisches Stellwerk – mehr Pünktlichkeit in Sicht

Münchens stark frequentierte S-Bahn-Stammstrecke wird nun von einem neuen elektronischen Stellwerk gesteuert. Das veraltete Ost-Stellwerk, das für häufige Verspätungen bekannt war, wurde ersetzt. Behörden versprechen, dass die Modernisierung die Pünktlichkeit auf Europas meistgenutzter Eisenbahnstrecke deutlich verbessern wird.

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Das neue Stellwerk übernahm am 18. Juni die Steuerung der ersten S-Bahn-Stammstrecke. Bereits am 6. Juni begann eine zweiwöchige Testphase, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Trotz der Umstellung bleibt das alte Relais-Stellwerk weiterhin für den Fern-, Regional- und Güterverkehr im Osten Münchens in Betrieb.

Ursprünglich sollte das Projekt bereits zwei Jahre früher abgeschlossen sein. Parallel zum Ost-Stellwerk wurde auch ein weiteres elektronisches Stellwerk am Leuchtenbergring in Betrieb genommen. Die S-Bahn-Stammstrecke wird täglich von rund 840.000 Fahrgästen genutzt und ist damit die am stärksten belastete Eisenbahnstrecke Europas.

Berthold Huber, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, betonte, dass die Modernisierung die Pünktlichkeit erhöhen werde. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hob hervor, wie entscheidend ein zuverlässiger Nahverkehr für den Alltag in München ist.

Das neue Stellwerk ist nun voll funktionsfähig und ersetzt ein altes System, das häufig für Verspätungen im S-Bahn-Verkehr verantwortlich war. Mit dem Abschluss der Umrüstung rechnen die Verantwortlichen mit weniger Störungen auf Münchens wichtiger Schienenachse.

Quelle