16 April 2026, 08:12

München gibt Uber und Bolt bis 2026 Zeit für faire Preislösungen

Eine lange Reihe von Taxis, die an einer belebten Straße in Berlin, Deutschland, geparkt sind, mit Fahrradfahrern und Füßgängern auf dem Gehweg, flankiert von Bäumen und Laternen, und Gebäuden, einem Bogen und einem Turm im Hintergrund unter einem bewölktem Himmel.

München gibt Uber und Bolt bis 2026 Zeit für faire Preislösungen

Der Münchner Stadtrat hat die Festlegung fester Mindestpreise für Fahrdienstvermittler wie Uber und Bolt vorerst verschoben. Stattdessen hat Bürgermeister Dieter Reiter den Unternehmen Zeit bis Juni 2026 eingeräumt, um eigenständig Preisvereinbarungen auszuhandeln. Der Schritt folgt auf Bedenken wegen ungleicher Wettbewerbsbedingungen zwischen traditionellen Taxis und appbasierten Fahrdiensten.

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Ursprünglich sollte der Verwaltungsausschuss des Rates verbindliche Mindesttarife durchsetzen – 5,42 Euro pro Fahrt und 2,57 Euro pro Kilometer. Zwei Ratsfraktionen, die Grünen/Rosa Liste und SPD/Volt, hatten sich für diese Regelungen starkgemacht und argumentiert, dass die Plattformen einen "ruinösen Wettbewerb" mit den Taxiunternehmen auslösten.

Nun wird die Stadt erst eingreifen, falls bis zum 30. Juni 2026 keine Einigung zustande kommt. Reiter forderte die Anbieter auf, eigene Mindest- und Höchstpreise festzulegen, orientiert an den aktuellen Taxitarifen. Zudem soll eine Mindestgebühr eingeführt werden, um übermäßig niedrige Preise zu verhindern.

Die Kehrtwende bedeutet, dass Unternehmen wie Uber und Bolt nun direkt mit der Stadt verhandeln müssen, um faire Preismodelle zu vereinbaren. Scheitern die Gespräche, wird der Rat nach Ablauf der Frist eigene Vorgaben erlassen.

Die Fahrdienstvermittler haben bis Mitte 2026 Zeit, sich mit den Münchner Behörden auf Preise zu einigen. Kommt keine Lösung zustande, setzt die Stadt ihren ursprünglichen Mindesttarif durch. Ziel der Entscheidung ist es, den Wettbewerb auszubalancieren und gleichzeitig sowohl Taxifahrer als auch appbasierte Dienste zu schützen.

Quelle