09 June 2026, 22:12

Mitteldeutschland-Anbindung: Elektrifizierung verzögert sich bis 2032 – Thüringen fordert Bundeshilfe

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Mitteldeutschland-Anbindung: Elektrifizierung verzögert sich bis 2032 – Thüringen fordert Bundeshilfe

Die BSW-Landesgruppe im Thüringer Landtag fordert dringendes Handeln beim Ausbau der Mitteldeutschland-Anbindung. Sie drängt auf eine schnellere Elektrifizierung und Modernisierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz. Doch das Projekt leidet unter massiven Finanzierungslücken und Verzögerungen.

Die Mitteldeutschland-Verbindung sollte den Schienenverkehr von Sachsen über Thüringen nach Westdeutschland deutlich verbessern. Eine vollständige Elektrifizierung würde schnellere Fernverbindungen von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet ermöglichen. Doch der Baubeginn, ursprünglich für dieses Jahr geplant, wurde nun auf 2028 verschoben – mit der Elektrifizierung wird erst 2032 gerechnet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Haushaltsmittel für die Arbeiten zur Verfügung stehen. Für verschiedene Schienenprojekte bis 2029 fehlen rund 2 Milliarden Euro, darunter auch für den Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz, dessen Kosten allein auf etwa 544 Millionen Euro geschätzt werden.

Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW, betonte die Dringlichkeit der Elektrifizierung der Strecke. Zudem forderte er einen teilweisen zweigleisigen Ausbau, um die Kapazitäten zu erhöhen. Die Landesgruppe sieht diese Verbindung als eine der wichtigsten Schienenverbindungen Thüringens und verlangt höhere Bundesinvestitionen, um das Projekt voranzubringen.

Ohne zusätzliche Mittel bleibt der Ausbau der Mitteldeutschland-Anbindung jedoch mindestens bis 2028 blockiert. Die Verzögerungen bedeuten für Jahre langsamere Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland. Thüringen setzt sich weiterhin für Bundeshilfe ein, um sein Schienennetz zu modernisieren.

Quelle