Mann verliert 300.000 Euro durch perfiden Online-Handelsbetrug mit Krypto und Aktien
Alexander TextorMann verliert 300.000 Euro durch perfiden Online-Handelsbetrug mit Krypto und Aktien
Ein Mann aus dem Landkreis Dachau hat 300.000 Euro durch einen raffinierten Online-Handelsbetrug verloren. Johann Meier wurde von Kriminellen mit gefälschten Anlagechancen gelockt und überredet, sein gesamtes Erspartes zu überweisen. Trotz Warnungen von Familie und Bank tätigte er die Transaktionen – nur um zu erleben, wie sein Geld innerhalb von Minuten verschwand.
Der Betrug begann, als Meier mit Versprechungen auf riesige Gewinne durch Devisen-, Aktien-, Rohstoff- und Kryptowährungshandel angesprochen wurde. Überzeugt von den Behauptungen, installierte er die Fernzugriffs-App AnyDesk und räumte den Betrügern damit vollen Zugriff auf sein Handy und seine Finanzkonten ein.
Im Laufe der Zeit überredeten ihn die Kriminellen, Kredite aufzunehmen und noch mehr zu investieren. Seine Bedenken wurden mit dem Hinweis auf hohe Renditen zerstreut. Familienmitglieder und seine Bank schlugen Alarm, doch Meier ignorierte die Warnungen – fest davon überzeugt, dass es sich um eine echte Chance handelte.
Am 28. Oktober plünderten die Betrüger sein Handelskonto und sein privates Girokonto. Die gesamte Summe von 300.000 Euro wurde in Echtzeit auf ein Konto nach Malta überwiesen, das vermutlich kurz darauf geschlossen wurde. Die Behörden bestätigen, dass die Aussichten, das gestohlene Geld zurückzuerhalten, mittlerweile äußerst gering sind.
Meiers Fall verdeutlicht die wachsende Gefahr von Social-Engineering-Betrug im Zusammenhang mit Online-Handelsplattformen. Das nach Malta transferierte Geld bleibt unauffindbar und hinterlässt ihn mit hohen Schulden und ohne Möglichkeit, seine Verluste zurückzuholen. Die Polizei hat noch keine konkreten Zahlen zu ähnlichen Fällen in Deutschland für das Jahr 2023 veröffentlicht.






