Lichtverschmutzung und Naturschutz: BN Ottobeuren ehrt langjährige Mitglieder
Roger AdolphLichtverschmutzung und Naturschutz: BN Ottobeuren ehrt langjährige Mitglieder
Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hält Jahresversammlung ab
Die Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) veranstaltete ihre diesjährige Mitgliederversammlung im Silachstube-Saal des Gasthofs Mohren. Ein Höhepunkt des Abends war ein Vortrag von Robert Blasius über Lichtverschmutzung im Rahmen der Initiative "Wächter der Nacht".
Bei der Veranstaltung wurden zudem langjährige Mitglieder geehrt, darunter Wendelin Schindele für sein Engagement im Kräutergarten.
In seinem Referat ging Blasius auf das wachsende Problem der Lichtverschmutzung ein. Satellitenaufnahmen zeigen, wie die Nachtseite der Erde von Städten und Küstenregionen erleuchtet wird – helle Ballungsräume und leuchtende Streifen prägen das Bild. Dabei sind wohlhabendere Länder nachts deutlich heller als ärmere Regionen.
Blasius widerlegte die Annahme, dass künstliche Beleuchtung die Sicherheit erhöht. Die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen ereigneten sich tagsüber, nicht in der Dunkelheit, betonte er. Sein Vortrag thematisierte auch die weiteren Folgen von Lichtverschmutzung, darunter Störungen natürlicher Rhythmen sowie negative Auswirkungen auf Mensch und Tier.
Ein weiterer Programmpunkt war die Würdigung langjähriger Mitglieder. Wer dem BN seit über 40 Jahren treu ist, erhielt eine Urkunde und eine silberne Anstecknadel. Besonders gewürdigt wurde Wendelin Schindele für die Gestaltung und Pflege des Kräutergartens – als Dankeschön überreichte ihm die Ortsgruppe ein Poster und einen Geschenkkorb des Eine-Welt-Ladens (Fair-Trade-Laden).
Die Veranstaltung verband Umweltaufklärung mit der Anerkennung verdienter Mitglieder. Während Blasius' Vortrag die globale Dimension der Lichtverschmutzung und ihre Folgen aufzeigte, nutzte die Ortsgruppe die Gelegenheit, um all jene zu ehren, die sich jahrzehntelang für den Naturschutz engagieren.






