26 March 2026, 12:12

Leonhard Pfunds Debütsaison: Zwischen Triumph und Biathlon-Krise

Ein Plakat für ein Wintersport-Event in Wien, Österreich, das eine lachende Frau in einem Pelzmantel und einer Mütze mit Eventdetails in Text zeigt.

Leonhard Pfunds Debütsaison: Zwischen Triumph und Biathlon-Krise

Leonhard Pfund hat seine erste vollständige Weltcup-Saison im Biathlon abgeschlossen. Die Saison 2024/2025 brachte dem jungen deutschen Athleten sowohl Triumphe als auch harte Lehrstunden. Nun widmet er sich der Erholung und bereitet sich auf die kommenden Herausforderungen vor.

Die Saison stand im Schatten der größeren Krisen des deutschen Biathlons. Noch vor einem Jahrzehnt eine dominierende Kraft, erlebt das Team seit Jahren einen steilen Niedergang – mit einem historischen Tiefpunkt bei den Olympischen Winterspielen 2026, als nur eine einzige Medaille errungen wurde.

Pfunds Debütsaison war von Höhen und Tiefen geprägt. Er feierte seinen ersten Sieg im IBU-Cup und holte Silber bei den Europameisterschaften. Doch das unerbittliche Tempo des Weltcups – fast wöchentliche Rennen und ständige Reisen – forderte seinen Tribut. Offenermaßen gestand er, dass ihm manche Wettbewerbe schwerfielen, und beschrieb sie als Momente, in denen er "seine Lehrgeld gezahlt" habe.

Seine Reflexionen fallen in eine Phase, in der der deutsche Biathlon mit einem drastischen Leistungsabfall kämpft. Zwischen 2006 und 2008 verbuchte das Team noch 24 Saisonerfolge und 72 Podestplatzierungen. Doch bis 2026 hatte sich das Blatt gewendet: Die Frauenmannschaft fiel auf Platz fünf der Nationswertung zurück – weit entfernt von den vier aufeinanderfolgenden ersten Plätzen zwischen 2014 und 2018. Die Saison 2025/2026 markierte zudem das erste Mal seit 1987/1988, dass Deutschland kein einziges Weltcup-Rennen gewann.

Trotz dieser Rückschläge bleibt Pfund optimistisch. Er verweist auf eine Welle talentierter Nachwuchsathleten im deutschen Kader, die entschlossen sind, die Wende zu schaffen. Mit dem Willen, die Kritiker zu widerlegen, glaubt er, dass die nächsten Jahre eine Besserung bringen werden. Der Druck auf seinen Schultern ist spürbar, doch ebenso sein Entschluss, zum Wiederaufstieg Deutschlands im Biathlon beizutragen.

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Aktuell steht für ihn jedoch die Erholung im Vordergrund. Nach einer anstrengenden Saison ist die Regeneration unerlässlich, bevor es an die Bewältigung der nächsten Aufgaben geht.

Pfunds erste vollständige Weltcup-Saison brachte sowohl Durchbrüche als auch hart erkämpfte Erfahrungen. Seine Silbermedaille und der IBU-Cup-Sieg ragen als Lichtblicke in einem Jahr heraus, das für den deutschen Biathlon insgesamt von Rückschlägen geprägt war. Mit einer neuen Generation von Athleten, die heranwächst, rückt nun der Wiederaufbau in den Fokus – und Pfund will dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Die kommenden Saisons werden zeigen, ob Deutschland den Anschluss an Konkurrenten wie Norwegen und Frankreich schaffen kann. Für Pfund steht die Mission fest: erholen, trainieren und stärker zurückkehren.

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