Lehrkräftemangel in MINT-Fächern: Warum Deutschlands Schulen am Limit sind
Miroslav HofmannLehrkräftemangel in MINT-Fächern: Warum Deutschlands Schulen am Limit sind
Deutschland steht vor einem wachsenden Lehrkräftemangel – besonders in MINT-Fächern
Vor allem in den naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – fehlen immer mehr Lehrkräfte. Zwar gibt es keine bundesweit exakte Statistik, doch Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Lage bis mindestens 2035 weiter verschärfen wird. Betroffen sind einige Regionen stärker als andere, insbesondere ländliche Gebiete und bestimmte Bundesländer.
Besonders akut ist der Mangel in Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Hamburg und Teilen des ländlichen Sachsens. Schulen dort melden langfristige Krankheitsausfälle, Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung und unbesetzte Stellen. Der IQB-Bildungstrend bestätigt den eklatanten Fachkräftemangel, vor allem in den MINT-Bereichen.
Bürokratische Hürden verschärfen die Krise Oft wird veraltete Technik wie das Faxgerät als Sündenbock herangezogen – doch das eigentliche Problem liegt in zähen Verwaltungsprozessen. In Bayern geht die Misere über den Personalmangel hinaus: Ein Drittel der Schulbusrouten wird als "mangelhaft" oder "gefährlich" eingestuft, was die Belastung für die Bildungsinfrastruktur zusätzlich erhöht.
Der Lehrkräftemangel wird voraussichtlich noch Jahre anhalten, wobei ländliche und weniger urbanisierte Regionen am stärksten betroffen sein dürften. Ohne beschleunigte Einstellungsverfahren und eine bessere Ressourcenverteilung werden Schulen weiterhin Lücken in der MINT-Bildung haben. Die Kombination aus Personalnot und maroder Infrastruktur droht, das deutsche Bildungssystem weiter zu überlasten.






