Kuka streicht 560 Stellen in Augsburg – Roboterbranche kämpft mit schwacher Nachfrage
Stjepan StaudeWeniger Aufträge: Kuka streicht mehr Jobs als geplant - Kuka streicht 560 Stellen in Augsburg – Roboterbranche kämpft mit schwacher Nachfrage
Der deutsche Robotikhersteller Kuka hat Pläne bekannt gegeben, 560 Stellen an seinem Stammsitz in Augsburg abzubauen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktumfelds für Industrieroboter und entgangener Neuaufträge in Höhe von über 100 Millionen Euro in diesem Jahr. Betroffen sind vor allem die Roboterproduktion, während in der Verwaltung weniger Stellen gestrichen werden.
Die Entlassungen stellen eine Ausweitung der ursprünglich geplanten 400 Stellenstreichungen dar. Kuka hatte bereits Anfang dieses Jahres begonnen, diese Arbeitsplätze schrittweise abzubauen – ein Prozess, der bis Ende 2026 andauern soll. Aktuell beschäftigt das Unternehmen am Standort Augsburg, wo sich der Hauptsitz befindet, rund 3.000 Mitarbeiter.
Die Entscheidung von Kuka folgt einer breiteren Nachfrageschwäche bei Industrierobotern. Zwar ist die globale Nachfrage in den vergangenen Jahren gestiegen – mit China als Spitzenreiter bei den Installationen mit über 290.000 Einheiten im Jahr 2022 –, doch Kuka hatte Schwierigkeiten, neue Verträge zu sichern. Die Automobil-, Elektronik- und Metallverarbeitungsbranche bleiben zwar wichtige Treiber der Nachfrage, doch das Unternehmen konnte von diesem Trend bisher nicht profitieren.
Trotz der aktuellen Herausforderungen blickt Kuka optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen setzt weiterhin auf Automatisierung und künstliche Intelligenz und hofft auf langfristiges Wachstum in diesen Bereichen.
Durch die erweiterten Stellenstreichungen verringert sich die Belegschaft in Augsburg um fast ein Fünftel. Kuka strebt an, die Umstrukturierung bis 2026 abzuschließen, während es gleichzeitig Chancen in der Automatisierungstechnik nutzt. Derzeit liegt der Fokus jedoch darauf, sich an die schwächeren Marktbedingungen anzupassen.






