Knorr-Bremse hält an Jahreszielen fest – trotz schwacher Nutzfahrzeug-Nachfrage
Miroslav HofmannKnorr-Bremse hält an Jahreszielen fest – trotz schwacher Nutzfahrzeug-Nachfrage
Knorr-Bremse bestätigt Jahresziele trotz gemischter Quartalsergebnisse
Trotz uneinheitlicher Ergebnisse in den letzten Quartalen hält der Münchner Technologiekonzern Knorr-Bremse an seinen Finanzzielen für das Gesamtjahr fest. Die Aktie notiert derzeit bei 80,70 Euro – deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 96,40 Euro. Unterdessen hat die norwegische Zentralbank, Norges Bank, ihren Anteil am Unternehmen auf über drei Prozent aufgestockt.
Im dritten Quartal 2025 verzeichnete Knorr-Bremse einen leichten Umsatzrückgang von 1,4 Prozent auf insgesamt 1,88 Milliarden Euro. Gleichzeitig stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 251 Millionen Euro, wodurch die operative Marge auf 13,3 Prozent kletterte. Zudem erzielte das Unternehmen einen freien Cashflow von 146 Millionen Euro bei einer Umwandlungsquote von 96 Prozent.
Besonders die Sparten Rail Vehicle Systems (Schienensysteme) überzeugte: Sie erreichte ihr mittelfristiges Margenziel bereits vorzeitig und verzeichnete im zweiten Quartal 2025 eine EBIT-Marge von 16,5 Prozent. Dagegen kämpft die Division Commercial Vehicle Systems (Nutzfahrzeugsysteme) mit Gegenwind: Die Neuaufträge sanken von 987 Millionen Euro im dritten Quartal 2024 auf 820 Millionen Euro im selben Zeitraum 2025 – mit dem stärksten Rückgang in Nordamerika.
Analysten loben die strenge Kostendisziplin des Konzerns sowie die Stabilität des Schienengeschäfts. Gleichzeitig warnen sie, dass eine Erholung der Nachfrage im Nutzfahrzeugbereich entscheidend für die Erreichung der übergeordneten Finanzziele sein wird. Am 30. Oktober 2025 erhöhte die Norges Bank ihren Anteil an Knorr-Bremse auf 3,03 Prozent – ein Zeichen für anhaltendes Investoreninteresse.
Knorr-Bremse hält an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest: Ein Umsatz zwischen 7,8 und 8,1 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 12,5 bis 13,5 Prozent. Während die Schienensparte weiter glänzt, bleibt die schwächere Nachfrage im Nutzfahrzeugsegment eine Herausforderung. Aktionäre und Marktbeobachter werden die kommenden Monate genau im Blick behalten – auf der Suche nach Anzeichen einer Besserung.






