29 June 2026, 12:18

Knaufs Gipsabbau in Unterfranken: Regierung gibt Projekt unter Auflagen grünes Licht

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk genommen

Knaufs Gipsabbau in Unterfranken: Regierung gibt Projekt unter Auflagen grünes Licht

Die Regierung von Unterfranken hat die Pläne des Konzerns Knauf zum Gipsabbau geprüft und die Risiken unter strengen Auflagen für beherrschbar erklärt. Das Vorhaben sieht vor, über 50 Jahre hinweg jährlich eine Million Tonnen Gips zu fördern. Knauf begrüßte die Bewertung als fachliche Bestätigung für sein Projekt.

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An der Prüfung waren 79 Behörden beteiligt, die mehr als 4.300 öffentliche Einwände auswerteten. Die Regierung kam zu dem Schluss, dass der Abbau keine unkontrollierbaren Risiken berge, sofern spezifische Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Ein Restrisiko bleibe zwar bestehen, werde aber als tragbar eingestuft – bei einem Absinken des Grundwasserspiegels müssten die Arbeiten jedoch eingestellt werden.

Das betroffene Gebiet versorgt Würzburg und umliegende Gemeinden mit Trinkwasser. Patrick Friedl von den Grünen kritisierte, die Bewertung unterschätze die Gefahren für diese Wasserversorgung. Unterdessen sammelte eine Online-Petition gegen das Projekt über 5.600 Unterschriften.

Knauf muss die von der Würzburger Regierung festgelegten Auflagen erfüllen. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung trifft noch vor Jahresende das Bergamt Nordbayern.

Die Bewertung markiert einen wichtigen Schritt für Knaufs langfristige Abbaupläne. Sollte das Projekt realisiert werden, gelten strenge Vorgaben. Das abschließende Urteil der Bergbehörde wird entscheiden, ob die Förderung beginnen kann.

Quelle