Knaufs Gipsabbau in Unterfranken: Regierung gibt grüne Ampel mit strengen Auflagen
Roger AdolphKnaufs Gipsabbau in Unterfranken: Regierung gibt grüne Ampel mit strengen Auflagen
Die Regierung von Unterfranken hat die Pläne des Konzerns Knauf zum Gipsabbau geprüft und die Risiken unter strengen Auflagen für beherrschbar eingestuft. Das Vorhaben sieht vor, über 50 Jahre hinweg jährlich eine Million Tonnen Gips zu fördern. Knauf begrüßte die Bewertung als fachliche Bestätigung für sein Projekt.
An der Prüfung waren 79 Behörden beteiligt, die mehr als 4.300 öffentliche Einwände auswerteten. Die Regierung kam zu dem Schluss, dass der Abbau keine unkontrollierbaren Risiken berge – vorausgesetzt, es werden bestimmte Schutzmaßnahmen eingehalten. Ein Restrisiko bleibe zwar bestehen, werde aber als tragbar eingestuft. Sollten die Grundwasserstände sinken, müsste der Betrieb eingestellt werden.
Das betroffene Gebiet versorgt Würzburg und umliegende Gemeinden mit Trinkwasser. Patrick Friedl von den Grünen kritisierte, die Bewertung unterschätze die Gefahren für diese Wasserversorgung. Unterdessen sammelte eine Online-Petition gegen das Projekt über 5.600 Unterschriften.
Knauf muss die von der Würzburger Regierung festgelegten Auflagen erfüllen. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung trifft das Bergamt Nordbayern noch vor Jahresende.
Die Bewertung stellt einen wichtigen Schritt für Knaufs langfristige Abbaupläne dar. Sollte das Projekt genehmigt werden, gelten strenge Vorgaben. Das abschließende Urteil des Bergamts wird entscheiden, ob die Förderung beginnen kann.
