Klimaziele 2045 in Gefahr: Warum Deutschlands Kurswechsel die EU alarmiert
Stjepan StaudeKlimaziele 2045 in Gefahr: Warum Deutschlands Kurswechsel die EU alarmiert
Deutschlands Klimaziele geraten ins Wanken, während politische und wirtschaftliche Kreise gegen zentrale Maßnahmen Widerstand leisten. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche treibt Änderungen voran, die Kritiker zufolge die Klimaneutralität bis 2045 unmöglich machen könnten. Die Schritte lösen Besorgnis über mögliche Folgen für die EU-weite Klimapolitik aus.
Reiche hat das von ihrem Vorgänger Robert Habeck eingeführte Heizungsgesetz abgeschwächt. Die überarbeiteten Regelungen erlauben es, Gas- und Ölheizungen ohne zeitliche Begrenzung weiterzubetreiben. Zudem beschleunigt sie den Ausbau neuer fossiler Gasinfrastruktur und begründet dies mit dem notwendigen Kohleausstieg.
Ihre Pläne zielen darauf ab, die Installation von Solaranlagen auf Dächern finanziell unattraktiv zu machen. Auch große erneuerbare Projekte wie Windparks hätten unter ihren Vorhaben Schwierigkeiten, Fördergelder zu erhalten.
Konservative Wirtschaftsverbände und Lobbygruppen bereiten nun Kampagnen gegen die deutsche Klimapolitik vor. CDU und SPD unterstützen Forderungen, die nationalen Klimaziele zu verschieben. Unterdessen hat der staatliche Energiekonzern Sefe langfristige LNG-Importverträge mit Kanada abgeschlossen – gültig bis 2050.
Beobachter warnen, dass Deutschlands Zögern eine Kettenreaktion in der EU auslösen könnte. Das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 setzt voraus, dass Deutschland seine Vorgaben frühzeitig erfüllt, um schwächeren Volkswirtschaften mehr Zeit zu geben. Sollten die Pläne durchkommen, profitieren die Interessen der fossilen Energiewirtschaft – während kommende Generationen die Kosten tragen.






