24 May 2026, 06:18

Klimawandel bedroht Äthiopiens Kaffee – wie regenerative Landwirtschaft hilft

Stiftung 'Menschen für Menschen': Warum regenerative Landwirtschaft der einzige Weg aus der Kaffee-Krise ist

Klimawandel bedroht Äthiopiens Kaffee – wie regenerative Landwirtschaft hilft

Kaffeevorräte schwinden – bei steigender Nachfrage und explodierenden Preisen

Der weltweite Kaffeebedarf steigt, doch die Bestände gehen zurück, was die Preise in die Höhe treibt. Klimawandel, Dürren und ausgelaugte Böden verschärfen die Krise und bedrohen die Existenzgrundlage der Bauern. In Äthiopien unterstützt die Stiftung Menschen für Menschen Landwirte nun beim Umstieg auf regenerative Landwirtschaft, um ihre Zukunft zu sichern.

Die Organisation Menschen für Menschen ist seit über 40 Jahren in Äthiopien aktiv. Seit ihrer Gründung 1981 durch den Schauspieler Karlheinz Böhm führt sie ganzheitliche Programme in 13 Regionen durch. 1993 erhielt die Stiftung das DZI-Spendensiegel – eine Auszeichnung für Transparenz und Wirksamkeit.

Kaffee leidet besonders unter dem Klimawandel, was traditionelle Anbaumethoden zunehmend riskant macht. Monokulturen rauben dem Boden Nährstoffe, reduzieren die Artenvielfalt und machen die Ernten anfälliger für Extremwetter. Regenerative Ansätze wie Agroforstwirtschaft hingegen verbessern die Bodenqualität und stärken die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen.

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Rund 25.000 äthiopische Bauern haben bereits auf diese Methoden umgestellt. Erste Erfolge zeigen: Innerhalb weniger Ernteperioden verdoppeln oder verdreifachen sich die Erträge. Höhere Erträge bedeuten stabilere Einkommen und bessere Ernährungssicherheit für die Familien.

Die Stiftung sieht in der regenerativen Landwirtschaft eine langfristige Lösung. Durch die Wiederherstellung der Ökosysteme soll die Kaffeeproduktion sowohl für lokale Bauern als auch für den Weltmarkt gesichert werden.

Regenerative Landwirtschaft könnte die Zukunft des äthiopischen Kaffees sichern. Wenn mehr Landwirte umsteigen, könnten sich die Erträge erholen und die Lieferketten stabilisieren. Gleichzeitig ließe sich der Preisdruck für Verbraucher mildern – bei besserem Schutz für die Umwelt.

Quelle