16 March 2026, 12:20

Kirchenaustritte in Bayern: Katholiken und Protestanten verlieren weiter an Mitgliedern

Ein altes Dokument mit dem Titel "St. Erasmus Kirche", unterzeichnet von der deutschen Regierung, zeigt eine Zeichnung einer Kirche umgeben von Bäumen und einem Himmel im Hintergrund.

Bischöfe und Regionalkirche: Fast 124.000 Austritte - Kirchenaustritte in Bayern: Katholiken und Protestanten verlieren weiter an Mitgliedern

Kirchenaustritte in Bayern halten an – Katholiken und Protestanten verlieren weiter Mitglieder

Die Zahl der Kirchenmitglieder in Bayern ist 2025 weiter gesunken, wobei sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche deutliche Rückgänge verzeichnen. Die Mitgliederzahl der Evangelischen Kirche fiel erstmals unter die Zwei-Millionen-Marke, während die katholische Kirche weniger Austritte als im Vorjahr registrierte.

Im Jahr 2025 verließen 42.000 Menschen die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern. Dadurch sank die Gesamtzahl der protestantischen Mitglieder unter zwei Millionen. Die katholische Kirche verzeichnete hingegen 81.852 Austritte – das sind 5.300 weniger als 2024.

Erzbischof Herwig Gössl aus Bamberg führte die verlangsamte Austrittsrate auf die anhaltenden Bemühungen der Kirche zurück, Missbrauchsfälle aufzuarbeiten. Untersuchungen und Transparenzmaßnahmen scheinen sich positiv auf die Bindung der Gläubigen auszuwirken. Dennoch bleibt ein grundlegendes Problem: In beiden Konfessionen sterben mehr Mitglieder, als durch Taufen neu hinzukommen.

Trotz des leichten Rückgangs der Austritte bei den Katholiken hält der allgemeine Mitgliederschwund unvermindert an. Daten zu den Entwicklungstrends der vergangenen fünf Jahre in Bayern oder anderen Bundesländern lagen nicht vor.

Die evangelische Kirche in Bayern zählt nun weniger als zwei Millionen Mitglieder. Zwar gingen die Austritte aus der katholischen Kirche leicht zurück, doch der langfristige Abwärtstrend bleibt bestehen. Da die Sterbefälle die Taufen weiterhin übersteigen, schrumpfen die Gemeinden in der gesamten Region weiter.

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