06 June 2026, 16:09

KI revolutioniert Arbeitsmarkt: Jedes vierte Unternehmen plant Stellenabbau bis 2029

Ifo-Institut-Umfrage
						Viele Unternehmen erwarten Stellenabbau durch KI

KI revolutioniert Arbeitsmarkt: Jedes vierte Unternehmen plant Stellenabbau bis 2029

Eine neue Studie des ifo Instituts zeigt, dass viele deutsche Unternehmen mit Stellenabbau rechnen, da sich künstliche Intelligenz (KI) immer weiter verbreitet. Zwar sehen zwei Drittel der Firmen keine unmittelbaren Auswirkungen auf ihre Personalstärke, doch ein beträchtlicher Teil erwartet in den nächsten fünf Jahren Kürzungen. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem, dass der Fachkräftemangel trotz wachsender KI-Nutzung weiterhin ein drängendes Problem bleibt.

Laut der Umfrage gehen 27,1 % der Unternehmen davon aus, dass KI innerhalb eines halben Jahrzehnts zu Stellenstreichungen führen wird. Besonders betroffen ist der Industriesektor: Hier rechnen 37,3 % der Betriebe mit Personalabbau. Der Einzelhandel folgt dicht dahinter – fast 30 % der Unternehmen in diesem Bereich erwarten ähnliche Entwicklungen.

Firmen, die ihre Belegschaft verkleinern wollen, planen im Schnitt einen Abbau von etwa 8 % der Arbeitsplätze. Gleichzeitig sehen nur 5 % der Befragten durch KI zusätzlichen Personalbedarf. Die Studie betont zudem, dass der Fachkräftemangel durch die alternde Belegschaft und den Renteneintritt der Babyboomer-Generation weiter verschärft wird.

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ifo-Präsident Clemens Fuest wies darauf hin, dass die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt zwar noch nicht sichtbar seien, sich messbare Effekte auf den deutschen Arbeitsmarkt aber in den kommenden Jahren deutlicher abzeichnen dürften.

Die Forschungsergebnisse des ifo Instituts deuten auf eine gemischte Beschäftigungsprognose hin, während die Verbreitung von KI voranschreitet. Ein erheblicher Teil der Unternehmen – vor allem in Industrie und Handel – bereitet sich auf Personalreduzierungen vor. Gleichzeitig kämpft die Gesamtwirtschaft weiterhin mit der Rekrutierung qualifizierter Arbeitskräfte, was durch demografische Verschiebungen zusätzlich erschwert wird.

Quelle