16 April 2026, 14:16

Kempten diskutiert heiß über MVV-Beitritt bis Jahresende

Eine belebte Stadtstraße mit mehreren Fahrzeugen, darunter ein Bus und ein Lieferwagen, umgeben von Gebäuden, Schildern, Strommasten mit Drähten und Verkehrsampeln.

Kempten diskutiert heiß über MVV-Beitritt bis Jahresende

Der Stadtrat von Kempten rückt dem Beitritt zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) näher. Die Debatte hat an Fahrt aufgenommen, da die Verantwortlichen die Vorteile einer Integration gegen Bedenken hinsichtlich der Kosten und der Ticketoptionen abwägen. Eine endgültige Entscheidung soll bis Jahresende fallen, um eine wichtige Förderfrist einzuhalten.

Dr. Richard Schießl, Wirtschaftsreferent der Stadt Kempten, stellte die geplanten Beitrittsbedingungen vor. Darunter befand sich ein Jahresicket für Schüler, Studierende und Auszubildende zum Preis von 365 Euro. Die Präsentation löste Diskussionen über Bezahlbarkeit und Zugänglichkeit aus.

Während der Ratssitzung betonte Thomas Hartmann von den Grünen, es dürfe nicht allein um die günstigste Lösung gehen. Stattdessen plädierte er für ein System, das für alle Bürger zuverlässig funktioniere. Der stellvertretende Bürgermeister Klaus Knoll (FW-ÜP) unterstützte den Vorschlag, äußerte jedoch Fragen zur Zukunft der bestehenden Semester- und Jobtickets.

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Auch Kritiker meldeten sich zu Wort. Die unabhängige Stadträtin Tatjana Preuß warnte, der MVV-Beitritt könnte Kemptens Einfluss auf Tarifgestaltung und Verkehrsplanung schwächen. Helmut Berchtold (CSU), ein lokaler Busunternehmer, zweifelte daran, dass bis zur Jahresendfrist alle notwendigen Details geklärt werden könnten.

Die Stadt muss bis zum 31. Dezember entscheiden, um staatliche Fördergelder zu erhalten. Oberbürgermeister Thomas Kiechle hat zugesagt, sich mit dem Verkehrsministerium abzustimmen, um die Finanzierung des Übergangs zu sichern.

Der Rat hat signalisiert, die Beitrittsbedingungen bis Ende 2024 finalisieren zu wollen. Bei einer Zustimmung würde Kempten in das überregionale Verkehrsnetz Münchens eingebunden. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, ob die Stadt die geplante Landesförderung für das Projekt erhält.

Quelle