Kasachstan will Europas Tor zur Neuen Seidenstraße werden – mit Milliardeninvestitionen
Miroslav HofmannKasachstan will Europas Tor zur Neuen Seidenstraße werden – mit Milliardeninvestitionen
Kasachstans Verkehrsminister Marat Karabajew hat kürzlich Deutschland besucht, um die Zusammenarbeit mit führenden Transportunternehmen zu intensivieren. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Ausweitung der Kooperation in den Bereichen Luftfahrt, Schienenverkehr und Logistik zwischen Kasachstan und Europa. Während der Reise wurden mehrere wichtige Abkommen und Investitionspläne bekannt gegeben.
Bei seinem Besuch traf Karabajew mit Jost Lammers, dem Vorstandsvorsitzenden des Flughafens München, zusammen, um Möglichkeiten zur Erhöhung der Flugfrequenzen und zur Modernisierung der Luftverkehrsdienstleistungen zu erörtern. Themenschwerpunkt war auch die jüngste Liberalisierung des kasachischen Luftraums, die den Frachtverkehr und logistische Abläufe deutlich belebt hat.
Auf dem Global Gateway Forum in Brüssel stellte der Minister Pläne vor, 22 kasachische Flughäfen und Häfen für europäische Investoren zu öffnen. Zudem unterzeichnete er eine Absichtserklärung mit der Europäischen Investitionsbank, um gemeinsame Finanzierungen für Verkehrsinfrastrukturprojekte zu sichern.
Ein Investitionsprogramm in Höhe von 40 Milliarden Euro wurde präsentiert, das die Modernisierung und den Ausbau der kasachischen Verkehrsnetze zum Ziel hat. Dazu gehört auch die Kapazitätserweiterung des transkaspischen Transportkorridors auf 35 Millionen Tonnen bis 2029.
Gespräche mit Andreas Lübs, dem Geschäftsführer von DB Cargo Eurasia GmbH, drehten sich um mögliche gemeinsame Schienengüterverkehrsprojekte zwischen kasachischen und europäischen Betreibern. Stefan Bobsien, Vizepräsident von Siemens Mobility, erörterte unterdessen die Aufrüstung des kasachischen Eisenbahnsektors mit neuen Technologien.
Die getroffenen Vereinbarungen und Diskussionen zielen darauf ab, Kasachstan als zentralen Verkehrsknotenpunkt auf der Neuen Seidenstraße zu etablieren. Mit erweiterten Luftverkehrsrouten, modernisierten Eisenbahnstrecken und gestiegener Frachtkapazität soll das Land seine Rolle in den globalen Handelsverbindungen weiter stärken. Die nächsten Schritte umfassen die Umsetzung der unterzeichneten Abkommen und die Gewinnung weiterer europäischer Investitionen.






