Jérôme Boatengs umstrittenes Praktikum bei Bayern München sorgt für Fan-Proteste
Roger AdolphJérôme Boatengs umstrittenes Praktikum bei Bayern München sorgt für Fan-Proteste
Der ehemalige Bayern-München-Verteidiger Jérôme Boateng soll unter dem neuen Trainer Vincent Kompany ein Praktikum beim Verein beginnen. Die Entscheidung hat bei Fans für Kritik gesorgt, da Boateng in der Vergangenheit wegen Körperverletzung verurteilt wurde. Unterdessen hat auch der FC Barcelona ihm eine ähnliche Möglichkeit angeboten, um erste Trainererfahrungen zu sammeln.
2021 wurde Boateng wegen der Misshandlung seiner damaligen Freundin schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 1,8 Millionen Euro verurteilt. Zudem musste er 100.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation spenden. Im selben Jahr nahm sich seine Ex-Partnerin Kasia Lenhardt das Leben; in Medienberichten hieß es, es habe eine Geschichte von Gewalt gegeben, doch eine rechtliche Schuld Boatengs wurde nicht festgestellt.
Bayern München hat sich in der Vergangenheit klar gegen Gewalt positioniert, etwa als das Stadion 2023 im Rahmen einer Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Orange beleuchtet wurde. Der Verein betont stets, dass er häusliche Gewalt oder Aggression nicht duldet.
Trotz der Kontroverse hat Boateng die UEFA-B-Trainerlizenz erworben. Während seines Praktikums bei Bayern wird er unter Kompany arbeiten, einem ehemaligen Teamkollegen. Viele Anhänger kritisieren die Entscheidung jedoch und stellen infrage, ob sie mit den Werten des Vereins vereinbar ist.
Boatengs Praktikum bei Bayern München stößt insbesondere wegen seiner juristischen Vergangenheit auf Ablehnung. Der Verein hat sich bisher nicht direkt zu den Fanreaktionen geäußert. Seine Zukunft als Trainer hängt nun davon ab, wie sowohl Bayern als auch Barcelona mit ihren Angeboten weiter verfahren.






