Janine Krause wird Münchens neue Oberbürgermeisterin und beendet SPD-Ära
Stjepan StaudeJanine Krause wird Münchens neue Oberbürgermeisterin und beendet SPD-Ära
Janine Krause hat die Stichwahl um das Münchner Oberbürgermeisteramt gewonnen und damit den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) besiegt. Die Grünen-Politikerin, bisher Zweite Bürgermeisterin der Stadt, übernimmt nun die Führung in Deutschlands drittgrößter Stadt. Ihr Sieg markiert einen Wechsel an der Spitze nach Jahren unter SPD-Führung.
Krause sicherte sich den Wahlsieg bei der Abstimmung am Sonntag und beendete damit Reiters Amtszeit als Oberbürgermeister. Als bisherige Zweite Bürgermeisterin bringt sie umfangreiche Erfahrung in der Kommunalpolitik mit. Eine engere Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der bayerischen Landesregierung sieht sie nun als vordringliche Aufgabe.
In ihren ersten Stellungnahmen kritisierte Krause, dass Bayern bei queeren Rechten hinter anderen Bundesländern zurückliege. Sie betonte, es sei das einzige deutsche Bundesland ohne eigenen Aktionsplan für queere Politik. Dennoch äußerte sie sich optimistisch über die Zusammenarbeit mit der Landesregierung, einschließlich Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
Söder hat Krause zu ihrem Wahlsieg bisher öffentlich noch nicht gratuliert. Sie erwarte jedoch bald ein Gespräch mit ihm, so die designierte Oberbürgermeisterin. Auf die Frage nach möglichen Konflikten mit der konservativen Landesführung wies Krause Bedenken zurück: Sie setze auf Kooperation statt auf Konfrontation.
Mit Krauses Wahl beginnt in München eine neue politische Ära. Ihr Fokus auf die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land sowie auf queere Rechte setzt frühzeitig Schwerpunkte für ihre Amtszeit. Konkrete Vorhaben für das erste Amtsjahr stehen bisher noch aus.






