19 June 2026, 12:13

Jan van Aken tritt als Linksparteichef zurück – sein kurzes Erbe wirkt nach

Bald wieder im Hoodie zu sehen

Jan van Aken tritt als Linksparteichef zurück – sein kurzes Erbe wirkt nach

Jan van Aken hat seinen Rücktritt als Vorsitzender der Linkspartei bekannt gegeben. Sein Abschied markiert das Ende einer der kürzesten Amtszeiten in der Geschichte der Partei – doch sein Einfluss bleibt unbestritten.

Während seiner Zeit als Parteichef arbeitete van Aken eng mit Ines Schwerdtner zusammen. Gemeinsam hoben sie die Umfragewerte der Linken von nur 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent bei der Bundestagswahl 2025. Über 700.000 Wähler, viele von den Grünen enttäuscht, wechselten im Februar 2025 ihre Unterstützung zur Linken – maßgeblich dank seiner Bemühungen.

Van Aken schärfte zudem die außenpolitische Position der Partei durch häufige Medienauftritte. Als Spitzenkandidat an der Seite von Heidi Reichinnek sprach er besonders ältere Wähler an. Bei seiner letzten Pressekonferenz präsentierte er eine schwarze Kiste, auf der Schwerdtner während ihrer gesamten Zusammenarbeit gestanden hatte.

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Öffentlich dankte er Schwerdtner für ihre Arbeit und gestand Journalisten, dass das Duo die Öffentlichkeit zwei Jahre lang in die Irre geführt habe. Als sein Nachfolger gilt Luigi Pantisano.

Van Aken hinterlässt die Partei in einer stärkeren Position, als er sie übernommen hat. Die Linke spielt nun eine prominentere Rolle in der Bundespolitik, mit höheren Umfragewerten und einer breiteren Wählerbasis. Sein Nachfolger übernimmt das Ruder, während die Partei diesen Schwung nutzt.

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