Hunderte fordern in Mainz Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht
Roger AdolphHunderte fordern in Mainz Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht
Rund 300 Menschen versammelten sich am Samstag in Mainz, um eine verfassungsrechtliche Überprüfung rechtsextremer Parteien zu fordern. Die Kundgebung war Teil der PRÜF-Kampagne, die das Bundesverfassungsgericht zum Handeln aufforderte. Die Polizei meldete keine Zwischenfälle während der Veranstaltung.
Der Name der Kampagne, PRÜF, steht im Deutschen für „prüfen“. Ihr Ziel ist es, eine Prüfung rechtsextremer Parteien anhand des Grundgesetzes voranzutreiben. Nur der Bundestag, der Bundesrat oder die Bundesregierung können ein solches Verfahren einleiten.
Teilnehmende hielten Schilder mit Botschaften wie „Dürfen wir das nicht wenigstens prüfen?“ oder „Übrigens: Kontrolle schützt die Freiheit“. Die rechtlichen Hürden für ein Parteiverbot bleiben zwar hoch, doch das Gericht hat die Befugnis, rechtsextreme Gruppierungen zu bewerten und gegebenenfalls zu verbieten.
Die Demonstration endete friedlich, wobei die Organisatoren die Notwendigkeit rechtlicher Aufsicht betonten. Das Bundesverfassungsgericht könnte den Antrag nun prüfen, sofern er offiziell eingereicht wird. Die Kundgebung wurde von der Nachrichtenagentur dpa/lrs begleitet.






