07 April 2026, 14:24

Holzpreise explodieren: Fichtenstammholz kostet über 130 Euro pro Kubikmeter

Schwarzes und weißes Foto einer Sägewerk in einem bewaldeten Gebiet mit verstreuten Holzstämmen und Bäumen im Hintergrund.

Holzpreise explodieren: Fichtenstammholz kostet über 130 Euro pro Kubikmeter

Holzpreise in Deutschland erreichen höchsten Stand seit über 30 Jahren

Fichtenstammholz kostet mittlerweile regelmäßig mehr als 130 Euro pro Kubikmeter, während selbst von Borkenkäfern befallenes Fichtenholz noch Preise von bis zu 112 Euro erzielt. Der starke Anstieg hat Sägewerke in die Bredouille gebracht, die kaum noch genug Rohholz für die Produktion beschaffen können.

Der Preisschub ist vor allem auf die hohe Nachfrage zurückzuführen, die das Angebot – insbesondere bei Fichte, einem zentralen Rohstoff für Bauwesen und Holzverarbeitung – bei Weitem übersteigt. In vielen Regionen wird Fichtenstammholz bereits für über 130 Euro gehandelt, in Einzelfällen sogar für 133 Euro oder mehr. Kiefernholz, das mit 95 bis 110 Euro pro Kubikmeter zwar günstiger ist, wird zunehmend als Ersatz eingesetzt, wo Fichte nicht verfügbar ist.

Besonders in Süddeutschland leiden Sägewerke unter akutem Mangel an Stammholz, sodass einige Betriebe ihre Produktion drosseln mussten. Die Branche war lange auf sogenanntes "Schadholz" angewiesen – etwa von Borkenkäfern befallene Fichten –, doch die Bestände dieses preiswerteren Materials gehen nun zur Neige. Waldbesitzer, die erstmals eine starke Verhandlungsposition innehaben, haben die Preise in Rekordhöhen getrieben.

Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie schlägt Alarm: Ohne Entlastung drohe ab Anfang 2026 eine Existenzkrise für Sägewerke und Holzverarbeiter. Marktanalysten prognostizieren, dass die Fichtenpreise auf absehbare Zeit über 130 Euro bleiben werden – die Belastung für die Branche dauert damit an.

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Während die Holzknappheit den Waldbesitzern ungewöhnliche Macht verleiht, kämpfen viele Sägewerke ums Überleben. Da sich die Versorgungslage kurzfristig nicht bessern wird, muss sich die Industrie auf dauerhaft hohe Kosten einstellen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob alternative Materialien oder neue Beschaffungsstrategien die Lage entspannen können.

Quelle