20 March 2026, 06:12

Hitzige Stichwahl-Debatte in Dorfen: Freibad und Verkehr spalten die Kandidaten

Ein parkümfangener Park mit einem zentralen Brunnen, umgeben von B├Ąumen, Pflanzen, einem Schild, Fahrzeugen, Passanten, Flaggenmasten, Geb├Ąuden mit Fenstern und einem bew├Âlktem Himmel.

Hitzige Stichwahl-Debatte in Dorfen: Freibad und Verkehr spalten die Kandidaten

Über 300 Bürger versammelten sich in der Jakobmayer-Halle zu einer hitzigen Stichwahl-Debatte zwischen den Dorfener Oberbürgermeisterkandidaten. Die vom Erdinger/Dorfener Anzeiger organisierte Veranstaltung wurde zudem live gestreamt, um ein größeres Publikum zu erreichen. Streitpunkte wie Verkehrslösungen, das Freibad der Stadt und die Instandhaltung der Infrastruktur prägten die Diskussion.

Am umstrittensten erwies sich die Zukunft des Dorfener Freibads. Heinz Grundner (CSU) plädierte für eine Verlegung des Bads und verwies auf einen wachsenden Sanierungsstau sowie strengere Lärmschutzvorschriften. Claudius Siebert (UWG, LDW, SPD, Grüne) hielt dagegen: Mit innovativen und kostengünstigen Lösungen ließe sich die Anlage erhalten.

Auch das Thema Staus sorgte für scharfe Wortgefechte. Beide Kandidaten lehnten die geplante Umgehungsstraße bei der Mehlmühle als unzureichend ab, um Dorfens Verkehrsprobleme zu lösen. Siebert sprach sich vehement gegen den Bau einer großen Ringstraße aus und nannte das Vorhaben unrealistisch. Grundner hingegen bestand darauf, dass ein solches Projekt für eine langfristige Entlastung notwendig sei.

Die Instandhaltung der Infrastruktur entwickelte sich zu einem weiteren Zankapfel. Grundner kritisierte, dass der Stadtrat die Übernahme der Unterhaltungskosten für die Staatsstraße 2086 abgelehnt habe, und warnte vor künftigen Belastungen. Siebert warf dem CSU-Kandidaten vor, die Bürgerbeteiligung zu vernachlässigen – ein Vorwurf, den Grundner mit Verweis auf sein Engagement für den sozialen Zusammenhalt zurückwies.

Die Debatte folgte einem strukturierten Ablauf mit schnellen Ja-Nein-Runden sowie Fragen aus dem Publikum. Die bis auf den letzten Platz gefüllte Halle spiegelte die hohe Bedeutung der anstehenden Stichwahl wider.

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Am Ende blieben die grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Kandidaten in zentralen Fragen – vom Schicksal des Freibads bis zur Verkehrspolitik – unüberbrückbar. Die Dorfener Bürger stehen nun vor der Wahl zwischen zwei gegensätzlichen Visionen für die Zukunft ihrer Stadt. Die Stichwahl wird zeigen, welcher Ansatz sich durchsetzt.

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