Harting in Regensburg: Buslinie 9 bleibt ein unberechenbares Ärgernis für Anwohner
Roger AdolphHarting in Regensburg: Buslinie 9 bleibt ein unberechenbares Ärgernis für Anwohner
Bürger im Regensburger Stadtteil Harting kämpfen weiter mit unzuverlässigem Busverkehr auf der Linie 9
Die Anwohner im Regensburger Stadtteil Harting haben seit Langem mit massiven Problemen bei der Buslinie 9 zu kämpfen: Verspätungen gehören zur Tagesordnung, Routen werden spontan geändert, und nicht selten fallen Fahrten komplett aus. Besonders betroffen sind Menschen, die auf den Öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind – etwa für Einkäufe oder Behördengänge.
Die Stadtwerke Regensburg räumen ein, dass die Leistungen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Trotz Abmahnungen des zuständigen Subunternehmens habe sich die Situation bisher nicht verbessert.
Die Linie 9 bedient Harting, einen wachsenden Stadtteil mit über 1.500 Einwohnern und Neubaugebieten wie der Heckstegstraße Süd, die vor zwei Jahren fertiggestellt wurde. Da der Bus nur stündlich fährt, haben es vor allem ältere Fahrgäste, Rollstuhlnutzer und Haushalte ohne Auto schwer, Geschäfte oder Dienstleistungen zu erreichen. Ab 18 Uhr verlängert sich die Wartezeit auf eine Stunde – oder mehr, wenn Fahrten ausfallen.
Besonders in den frühen Morgenstunden kommt es häufig zu Verspätungen, was Pendler und Schulkinder gleichermaßen trifft. Die Hartingerin Brigitte Meyer hatte bereits berufliche Probleme wegen der unberechenbaren Fahrpläne. Eine andere Fahrgästin, Sabine Rieger, wurde unerwartet an der falschen Haltestelle abgesetzt – was die Verwirrung nur noch vergrößerte.
Trotz einer kürzlichen Aufwertung des Takts auf eine halbstündliche Bedienung bis 18 Uhr – ein Erfolg nach jahrelangen Protesten – bleiben die Probleme bestehen. Fahrgäste, die zwischen Burgweinting Junkerstraße und Sallerner Berg unterwegs sind oder nach Neutraubling zurückkehren wollen, stehen oft ohne Anschluss da, weil unangekündigte Umleitungen die Verbindungen kappen. Die für Soziales zuständige Bürgermeisterin Astrid Freudenstein distanziert sich unterdessen von der Verantwortung für Barrierefreiheitsfragen – für die Betroffenen bleibt damit kaum eine Lösung in Sicht.
Die anhaltenden Mängel auf der Linie 9 belasten den Alltag in Harting weiter. Da der Subunternehmer keine spürbaren Verbesserungen umsetzt, bleiben die Fahrgäste auf einen unzuverlässigen Service angewiesen. Das Eingeständnis der Stadtwerke, dass die Leistungen unzureichend sind, hat sich für die Nutzer der Strecke bisher nicht in konkreten Veränderungen niedergeschlagen.






