Grundsteinlegung für riesige Batteriespeicheranlage in Gundremmingen - Gundremmingen wird vom AKW-Standort zum Energiespeicher der Zukunft
Gundremmingen, einst Standort eines der größten deutschen Atomkraftwerke, soll wieder zu einem zentralen Energieknotenpunkt werden. An die Stelle des stillgelegten Meilers treten ein riesiger Batteriespeicher, ein Solarpark und ein Gaskraftwerk. Bayerische Verantwortliche und der Energiekonzern RWE haben Pläne vorgelegt, um den Standort weiterhin als Schlüsselstandort für die regionale Stromversorgung zu erhalten.
Das Atomkraftwerk Gundremmingen, das einst jährlich rund 20 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugte, wurde endgültig abgeschaltet. Die beiden markanten Kühltürme wurden in einer kontrollierten Sprengung abgerissen – ein symbolträchtiges Ende einer Ära. Nun nutzt RWE die bestehende Netzanbindung des Geländes für ein neues Energieprojekt.
Geplant ist der Bau eines Großspeichers mit einer Leistung von 400 Megawatt, der fast zwei Stunden lang Strom liefern kann. Die Anlage wird aus über 200 Containern bestehen, die mit rund 850.000 Lithium-Eisenphosphat-Batteriezellen bestückt sind. Ihr Zweck: das Stromnetz zu stabilisieren, indem sie bei schwacher Wind- und Solarstromerzeugung einspringt.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betonte, dass Gundremmingen auch künftig eine zentrale Rolle in der Energieversorgung des Freistaats spielen werde. Der Batteriespeicher soll Anfang 2028 in Betrieb gehen – zusammen mit einem geplanten Solarpark und einem Gaskraftwerk am selben Standort.
Die neue Speicheranlage wird dazu beitragen, Schwankungen bei den erneuerbaren Energien auszugleichen und dabei die bestehende Infrastruktur des Standorts nutzen. Mit den bereits laufenden Bauarbeiten zeichnet sich Gundremmingens Bedeutung für die bayerische Energiezukunft bereits ab. Das Projekt soll eine zuverlässige Stromversorgung sichern, während Deutschland aus der Atomkraft aussteigt.






