11 May 2026, 10:16

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze nach Wahlniederlage

Zwei Frauen an einem Rednerpult mit Mikrofon und angebundenem Bildschirm, eine Blumenstrauß haltend, sprechen auf einer Grünen Party-Veranstaltung über Umweltschutz.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze nach Wahlniederlage

Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben erstmals eine rein weibliche Führung gewählt. Dies folgt auf das jüngste Ergebnis der Landtagswahl, bei dem die Partei 7,9 Prozent der Stimmen holte. Die neuen Co-Vorsitzenden, Carolin Cloos und Christin Sauer, werden die Partei künftig aus der Opposition heraus führen.

Bei der Landtagswahl verloren die Grünen 1,4 Prozentpunkte und kamen auf 7,9 Prozent der Stimmen. Dadurch verloren sie ihre Regierungsbeteiligung und wechselten in die Opposition. Die bekannte Grünen-Politikerin Katrin Eder wurde zur Vorsitzenden der Landtagsfraktion im Mainzer Landtag gewählt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Eder geriet bereits in die Kritik, weil sie sich mit der Initiative „Schwarmkraftwerk“ brüstete, die ursprünglich vom Mainzer FDP-Politiker Volker Hans ins Leben gerufen worden war. Dennoch versprach sie, die Regierung aus der Opposition heraus voranzubringen. An ihrer Seite werden Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill als Landtagsabgeordnete wirken.

Auf dem Landesparteitag wählten die Grünen zudem zwei neue Co-Vorsitzende. Carolin Cloos aus Worms erhielt 72,28 Prozent der Stimmen. Christin Sauer, eine 33-jährige Grünen-Politikerin aus Mainz, kam auf 63,37 Prozent. Sauer ist seit 2019 Stadträtin in Mainz und leitete bis Anfang 2025 den örtlichen Grünen-Kreisverband.

Die Grünen beginnen nun mit einem rein weiblichen Führungsteam eine neue Phase. Während Eder die Opposition im Parlament anführt, übernehmen Cloos und Sauer die Leitung des Landesvorstands. Ihr Fokus wird darauf liegen, die Politik von außerhalb der Regierung mitzugestalten – nach dem Rückschlag bei der Wahl.

Quelle