Großübung in Dachau simuliert Terrorangriff auf Rüstungsfirma mit 300 Einsatzkräften
Roger AdolphGroßübung in Dachau simuliert Terrorangriff auf Rüstungsfirma mit 300 Einsatzkräften
Großübung in Dachau simuliert terroristischen Angriff auf Rüstungsunternehmen
In Dachau hat eine großangelegte Notfallübung stattgefunden, bei der ein gewaltsamer Angriff auf ein Unternehmen der Verteidigungstechnologie durchgespielt wurde. Über 300 Einsatzkräfte – darunter Polizei, Feuerwehr und militärische Einheiten – nahmen an der Übung teil. Behördenvertreter bewerteten den Ablauf als Erfolg und lobten die reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Teams.
Die Übung fand auf dem Gelände der bayerischen Bereitschaftspolizei statt und war Teil des GETEX-Programms (Gemeinsame Anti-Terror-Übung). Das Szenario sah vor, dass Angreifer ein Unternehmen für Militärdrohnen stürmten, Geiseln nahmen und Explosionen auslösten. Im Einsatz waren Berufsfeuerwehrleute, Rettungssanitäter, Einheiten der Bereitschaftspolizei, das Spezialeinsatzkommando (SEK) sowie die Feldjäger der Bundeswehr, die auf die simulierte Krise reagierten.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann besuchte die Übung und betonte anschließend ihre Bedeutung. Angesichts der sich verschärfenden globalen Sicherheitslage sei es entscheidend, solche großangelegten Übungen durchzuführen, so Herrmann. Die Veranstaltung unterstrich zudem die Notwendigkeit einer engen zivil-militärischen Zusammenarbeit – insbesondere vor dem Hintergrund hybrider Kriegsgefahren.
Die Übung verlief ohne reale Zwischenfälle und zeigte Fortschritte in den Notfallabläufen. Gleichzeitig diente sie als Mahnmal vergangener Fehler: Im Oktober 2025 war bei einer Übung in Erding ein Soldat verletzt worden, nachdem Einsatzkräfte die Lage fälschlich als echt eingestuft hatten. Diesmal lag der Fokus auf lückenloser Teamarbeit und klarer Kommunikation zwischen allen Einheiten.
Bayern veranstaltete die Übung parallel zur Hauptveranstaltung von GETEX in Schleswig-Holstein. Zwar sind in jüngster Zeit keine gemeinsamen Manöver der bayerischen Polizei mit der Bundeswehr dokumentiert, doch die aktuelle Übung unterstrich die wachsende Effektivität kombinierter Krisenreaktionen.
Die Dachauer Großübung endete mit positiven Ergebnissen und demonstrierte eine starke Koordination der Rettungskräfte. Verantwortliche betonten, dass solche Übungen unverzichtbar seien, um sich auf reale Bedrohungen vorzubereiten. Gleichzeitig markierte die Veranstaltung einen Schritt vorwärts in der zivil-militärischen Zusammenarbeit bei großflächigen Krisenszenarien.






