Fronhof-Platz in Solingen: Umgestaltung startet – doch Streit über Überwachungskameras bleibt
Alexander TextorFronhof-Platz in Solingen: Umgestaltung startet – doch Streit über Überwachungskameras bleibt
Solingens Fronhof-Platz steht vor einem großen Umgestaltungsprojekt – nach monatelangen politischen Diskussionen. Die Grünen begrüßen den Kurswechsel der CDU als positiven Schritt für die Innenstadt. Doch weiterhin gibt es Streit über Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere über den geplanten Einsatz von Überwachungskameras in einer nahegelegenen Unterführung.
Die lokale CDU-Fraktion setzt sich für eine Videoüberwachung der Ohligser Unterführung ein und argumentiert, dies könnte die Sicherheit erhöhen. Die Grünen hingegen lehnen dies ab und betonen, dass ein besseres Design – und nicht Kameras – das Viertel für Anwohner und Besucher sicherer machen werde.
Grüne begrüßen CDU-Kompromiss bei der Neugestaltung des Fronhof-Platzes – allerdings mit Vorbehalten. Helga Bisier, grüne Ratsfrau im Bezirksrat Mitte, zeigte sich erleichtert, dass das lange blockierte Projekt nun vorankommt. Als besonderen Fortschritt hob sie den erweiterten Spielplatz für lokale Familien hervor.
Auch bei der Sanierung der Unterführung unterstützen die Grünen grundsätzlich den CDU-Ansatz: Saubere, gut beleuchtete Räume stärkten automatisch das Sicherheitsgefühl, so ihre Argumentation. Überwachungskameras lehnen sie jedoch strikt ab. Niklas Geßner, Sprecher der Grünen für öffentliche Ordnung, verwies darauf, dass die Unterführung kein Kriminalitätsschwerpunkt sei. Sicherheit entstehe vielmehr durch eine Umgebung, in der sich Menschen wohlfühlen.
Für den Fronhof-Platz selbst fordern die Grünen ein Design, das Alltagsnutzung und Veranstaltungsspielraum vereint. Geplant sind mehr Sitzgelegenheiten, Grünflächen, Wasserspiele und moderne Pflasterungen. Ziel ist es, den Platz zu einem flexiblen, zukunftsfähigen Ort zu machen, der das ganze Jahr über der Gemeinschaft dient.
Kritik an CDU-Plänen für Videoüberwachung Die Grünen warnen, solche Maßnahmen könnten die Bürgerrechte einschränken, ohne die eigentlichen Probleme zu lösen. Statt Überwachung setze man auf durchdachte Stadtplanung, die das Viertel sicherer und einladender mache.
Neugestaltung des Fronhof-Platzes rückt näher – doch Streit über Sicherheit bleibt Beide Parteien sind sich einig, dass die Aufwertung des Platzes und der öffentlichen Räume Familien und Besuchern zugutekommen wird. Der erweiterte Spielplatz und die verbesserte Infrastruktur sind wichtige Schritte. Doch die Auseinandersetzung über Sicherheitskonzepte – insbesondere die Videoüberwachung – ist noch nicht beigelegt.
Während die Grünen auf gestalterische Lösungen pochen, prüft die CDU technische Optionen. Die finalen Pläne für Platz und Unterführung werden entscheiden, wie sich das Viertel in den kommenden Jahren entwickelt.






