Freisings Café Übrig rettet Lebensmittel und serviert kostenlose Mahlzeiten für alle
Roger AdolphFreisings Café Übrig rettet Lebensmittel und serviert kostenlose Mahlzeiten für alle
Ein einzigartiges Café in Freising verwandelt Lebensmittelabfälle in kostenlose Mahlzeiten für die Gemeinschaft
Das Café Übrig serviert Gerichte, die ausschließlich aus geretteten Lebensmitteln von Supermärkten, Kantinen und lokalen Betrieben zubereitet werden. Die Initiative ist Teil einer größeren Bewegung in Bayern, die sich für weniger Verschwendung und mehr Nachhaltigkeit einsetzt.
Als erstes Café seiner Art in Bayern eröffnet, bietet das Café Übrig Speisen an, die vollständig aus überschüssigen Lebensmitteln hergestellt werden. Eng kooperiert es mit dem foodsharing-Netzwerk, einer gemeinnützigen Organisation, die unerwünschte, aber noch verwertbare Lebensmittel sammelt und weiterverteilt, bevor sie im Müll landen. Auch ein Kühlschrank im Münchner Eine-Welt-Haus dient als öffentliche Tauschstation, wo sich jeder bedienen kann – ganz ohne Kosten.
Das Café beschäftigt vier Mitarbeiter:innen, davon drei in Teilzeit und eine Person mit Schwerpunkt auf Bildungsarbeit. Obwohl die Mahlzeiten kostenlos sind, werden die Gäste ermutigt, Spenden zu hinterlassen. Jens Aschenbroich, Vorstandsmitglied, betont, dass das Projekt nicht in Konkurrenz zur Freisinger Tafel stehe, der örtlichen Lebensmittelausgabe. Vielmehr habe die Tafel Vorrang beim Erhalt der überschüssigen Ware, um Bedürftige prioritär zu versorgen.
Die Zutaten für das Café stammen aus Partnerschaften mit Supermärkten, Betriebsrestaurants und anderen Unternehmen. Die Initiative reiht sich ein in die bundesweite foodsharing-Bewegung, die sich für ein nachhaltigeres Ernährungssystem durch die Reduzierung vermeidbarer Abfälle einsetzt.
Das Café Übrig bietet nicht nur eine Alternative zur Lebensmittelverschwendung, sondern stellt der Öffentlichkeit auch kostenlose Mahlzeiten zur Verfügung. Das Projekt finanziert sich durch Gemeinschaftsengagement und Spenden. Durch die Zusammenarbeit mit bestehenden Tafeln stellt es sicher, dass überschüssige Lebensmittel mehr Menschen erreichen – ganz ohne Konkurrenzdruck.






