Freiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld."
Stjepan StaudeFreiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld."
Die Stadt Freiburg hat eine neue Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld.“ gestartet. Die Initiative soll Betroffene bestärken und auf die verfügbaren Hilfsangebote aufmerksam machen.
Geschlechtsspezifische Gewalt bleibt in Freiburg ein alltägliches Problem. Frauen, Kinder sowie queere und trans Personen sind von häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung, digitaler Gewalt und Übergriffen im öffentlichen Raum betroffen. Die Kampagne thematisiert diese Realität mit Plakaten, Social-Media-Aktionen und weiteren öffentlichen Maßnahmen.
Oberbürgermeister Martin Horn betonte, die Kampagne ermutige Betroffene, sich zu melden und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, wies darauf hin, dass Gewalt viele Formen annehme. Sie unterstrich die Bedeutung von Aufklärung und gesellschaftlichem Engagement gegen Gewalt.
Das Projekt orientiert sich an der Istanbul-Konvention, die systematische Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und einen besseren Schutz der Betroffenen vorsieht. Unterstützung erhält die Kampagne zudem von der Mekriba-Stiftung, die sich auf Prävention, Bildung und die Unterstützung von Überlebenden konzentriert. Alle Kampagnenmaterialien verweisen direkt auf Beratungs- und Hilfsangebote.
In den kommenden Wochen wird die Kampagne in ganz Freiburg sichtbar sein. Sie bietet Betroffenen klare Wege, um Unterstützung zu erhalten. Die Stadt hofft, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen und die Stigmatisierung geschlechtsspezifischer Gewalt zu verringern.
