17 June 2026, 19:37

Fracking in Deutschland: Kann Schiefergas die Energiekrise lindern?

Studie: Fracking könnte die Gasversorgung auf lange Sicht stärken

Fracking in Deutschland: Kann Schiefergas die Energiekrise lindern?

Deutschland erwägt Hydraulic Fracturing – auch Fracking genannt – als Möglichkeit, seine Erdgasversorgung zu stärken. Das Land verfügt über beträchtliche Schiefergasvorkommen, doch deren Förderung würde erhebliche Investitionen und Zeit erfordern. Experten zufolge könnte Fracking zwar eine Rolle für die langfristige Energiesicherheit spielen, doch kurzfristige Vorteile erscheinen begrenzt.

Aktuell deckt die inländische Gasförderung lediglich 4,2 Prozent des deutschen Bedarfs. Würde Fracking vorangetrieben, könnte es bis 2025 zwischen 6 und 12 Prozent des prognostizierten Verbrauchs abdecken – das entspricht einer jährlichen Förderung von 5 bis 10 Milliarden Kubikmetern.

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Allerdings würde der Aufbau der notwendigen Infrastruktur Jahre in Anspruch nehmen. Um an die Reserven zu gelangen, müssten Hunderte von Bohrungen niedergebracht werden. Ohne staatliche Subventionen bleibt zudem ungewiss, ob ein solches Projekt wirtschaftlich tragfähig wäre.

Auch Umweltbedenken werden laut. Die Behörden betonen, dass Risiken gering gehalten werden könnten, sofern strenge Auflagen eingehalten werden. Selbst bei erfolgreicher Förderung hätte das zusätzliche Gas jedoch kaum Einfluss auf die globalen Marktpreise.

Fracking würde weder akute Gasengpässe beheben noch die Preise spürbar senken. Im internationalen Vergleich bliebe sein Beitrag zur deutschen Versorgung bescheiden. Bei sorgfältiger Umsetzung könnte das Verfahren jedoch in den kommenden Jahrzehnten eine stetige Quelle für heimisches Erdgas darstellen.

Quelle