16 March 2026, 14:12

Florian Wirtz kämpft nach Rekordtransfer zu Liverpool mit Formkrise und Kritik

Ein Vintage-Plakat wirbt für ein Fußballspiel, betitelt mit "Football by the Underground - Humours of London No. 3", zeigt eine Zuschauermenge im Stadion.

Florian Wirtz kämpft nach Rekordtransfer zu Liverpool mit Formkrise und Kritik

Florian Wirtz wechselte im Sommer 2025 für die Rekordablöse von 125 Millionen Euro zum FC Liverpool, doch seine Leistungen blieben bisher hinter den Erwartungen zurück. Der Mittelfeldspieler, einst ein Aushängeschild von Bayer Leverkusen, sieht sich nun mit Kritik an seiner geringeren Wirkung im offensiven Spiel konfrontiert. Unterdessen hat sich Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß sowohl zu Wirtz' Schwierigkeiten als auch zum Erfolg seines eigenen Clubs ohne teure Neuzugänge geäußert.

Wirtz war mit dem Versprechen einer zentralen Rolle nach Anfield gewechselt – Trainer Arne Slot hatte ihm die Rückennummer 10 und eine Schlüsselposition im Team in Aussicht gestellt. Stattdessen erhielt er die Nummer 7 und fand bisher nicht zu seiner gewohnten Form. In 38 Einsätzen gelangen ihm lediglich sechs Tore und acht Vorlagen – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu seinen Leverkusener Zeiten. Kritiker bemängeln, dass ihm die frühe Dribblingstärke und Abschlussqualität fehlen, während Teamkollege Hugo Ekitike seine Spielübersicht und Passqualitäten verteidigt.

Hoeneß, der sich offen zu der Situation äußerte, gab zu, Wirtz im vergangenen Sommer gerne nach München geholt zu haben. Nun zeige er Verständnis für die Probleme des Spielers und führte an, dass Liverpools Kader mit Stars überladen sei, was wenig Raum für individuelle Glanzleistungen lasse. Der Bayern-Legende zufolge sind Liverpools Meisterträume in der Premier League "so gut wie vorbei" – er bezeichnete Arsenal nach dessen Champions-League-Sieg gegen Bayern als "beste Mannschaft der Welt".

Bei den Münchnern hat sich die Entscheidung, auf teure Transfers zu verzichten, ausgezahlt. Der Club überzeugt sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League, wobei junge Talente wie Lennart Karl und Tom Bischof überzeugen. Hoeneß rechtfertigte zudem die Nicht-Verlängerung von Thomas Müllers Vertrag mit dem Argument, die Mannschaft solle sich auf die Förderung des Nachwuchses konzentrieren.

Wirtz' 125-Millionen-Wechsel hat bisher nicht die erhoffte Rendite gebracht – seine Rolle und Form bei Liverpool stehen in der Kritik. Bayern hingegen floriert ohne spektakuläre Neuverpflichtungen und setzt erfolgreich auf Jugend und taktische Disziplin. Hoeneß' Aussagen unterstreichen den Kontrast zwischen Liverpools Schwächephase und Arsenals Aufstieg zur Mannschaft der Saison.

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