17 April 2026, 08:12

Festnahme am Münchner Flughafen: Gefälschte Papiere für 15.000 Dollar gekauft

Menschen in der Schlange an einem Flughafen-Sicherheits-Check-in-Bereich, mit Taschen und Mobiltelefonen, mit Säulen und Deckenleuchten im Hintergrund.

Festnahme am Münchner Flughafen: Gefälschte Papiere für 15.000 Dollar gekauft

Zwei türkische Staatsbürger wurden am Montag am Flughafen München festgenommen, nachdem sie versucht hatten, mit gefälschten Reisedokumenten an Bord eines Fluges zu gehen. Die 21- und 22-jährigen Männer waren aus Belgrad angereist und wollten nach Toronto weiterreisen, als Beamte die Fälschungen entdeckten. Beide müssen sich nun wegen Urkundenfälschung und illegalen Aufenthalts verantworten.

Der Vorfall ereignete sich während einer routinemäßigen Kontrolle im Abflugbereich des Flughafens. Bundespolizisten stellten fest, dass die kanadischen Reisepapiere der Männer als gestohlen gemeldet worden waren. Dokumentexperten bestätigten später, dass es sich um vollständige Fälschungen handelte.

Bei der Befragung gaben die Verdächtigen zu, einer Schleuserorganisation jeweils rund 15.000 US-Dollar für die gefälschten Papiere gezahlt zu haben. Den Deal sollen sie über eine Social-Media-Plattform arrangiert haben.

Die Behörden erhoben Anklage wegen Urkundenfälschung, des Erschleichens amtlicher Dokumente und illegalen Aufenthalts. Beide Männer hatten zuvor in Deutschland Asylanträge gestellt und wurden in Gewahrsam genommen. Ihr Fall wird nun vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geprüft.

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Die Bundespolizei-Einheit am Flughafen München, mit rund 1.600 Mitarbeitenden die zweitgrößte in Deutschland, ist für Grenzsicherheit, grenzüberschreitende Kriminalität und Luftverkehrssicherheit zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören auch der Schutz der Schieneninfrastruktur und die Gewährleistung der Fahrgastsicherheit in bundesweiten Verkehrsnetzen.

Die beiden Verdächtigen bleiben bis zu einer Entscheidung des BAMF in Haft. Bei einer Verurteilung drohen ihnen Strafen wegen Dokumentenbetrugs und illegaler Einreise. Weitere Informationen zu den Einsätzen der Bundespolizei finden sich unter www.bundespolizei.de.

Quelle