FDP-Streit eskaliert: Döring sagt Podium mit Hagen nach Junge Freiheit-Interview ab
Miroslav HofmannFDP-Streit eskaliert: Döring sagt Podium mit Hagen nach Junge Freiheit-Interview ab
Sabine Döring hat eine geplante Podiumsdiskussion mit FDP-Generalsekretär Martin Hagen abgesagt. Die Veranstaltung sollte in der Friedrich-Naumann-Stiftung stattfinden. Ihre Entscheidung folgt auf ein Interview, das Hagen der Jungen Freiheit gab – einem Medium, das häufig von AfD-Anhängern gelesen wird.
Döring, Wissenschaftlerin und Liberale, erklärte, sie wolle der Jungen Freiheit keine Plattform mehr bieten. Die Publikation stehe im Widerspruch zu ihren Werten. Die Absage wurde von FDP-Kritikern gelobt, darunter auch von langjährigen Gegnern der Partei.
Hagen hatte der Jungen Freiheit kürzlich ein scharf formuliertes Interview gegeben, in dem er die AfD angriff. Dennoch scheint Dörings Rückzug darauf abzuzielen, Hagen die Wählerunterstützung zu entziehen. Die FDP kämpft seit Langem mit Wählerverlusten an die AfD – allein bei der Bundestagswahl 2025 waren es fast 900.000 Stimmen.
Auch andere FDP-Politiker haben bereits in der Jungen Freiheit publiziert, sei es durch Interviews oder Gastbeiträge. Die Partei versucht derzeit, Wähler zurückzugewinnen, die in den vergangenen Jahren zur AfD gewechselt sind.
Dörings Schritt unterstreicht die Spannungen innerhalb der FDP über den Umgang mit bestimmten Medien. Die Entscheidung könnte das öffentliche Bild Hagens und die Ausrichtung der Partei beeinflussen. Gleichzeitig spiegelt sie die Bemühungen der FDP wider, auf die Verschiebungen in ihrer Wählerbasis zu reagieren.






