FC Bayern geht mit ganzjährigen Initiativen gegen Rassismus in die Offensive
Miroslav HofmannFC Bayern geht mit ganzjährigen Initiativen gegen Rassismus in die Offensive
FC Bayern München intensiviert seinen Kampf gegen Rassismus mit ganzjährigen Initiativen. Der langjährige "Rot gegen Rassismus"-Kampagne des Vereins geht über symbolische Aktionen hinaus und verankert Bildung sowie Dialog fest im Vereinsalltag. Präsident Herbert Hainer betont, dass der Sport klar gegen Ausgrenzung und Vorurteile Stellung beziehen müsse.
Die 2020 gestartete Kampagne wurde seitdem kontinuierlich ausgebaut. Neben den Internationalen Wochen gegen Rassismus (16.–29. März) engagiert sich der FC Bayern mit Programmen wie der Ehrenamtsinitiative "PACK MA'S", die Vielfaltsveranstaltungen wie das Super-Bloom-Festival oder den Christopher Street Day unterstützt. Mitarbeiter:innen nehmen an einem Diversity-Quiz teil, während das Format "Kaffee mit einem Juden" offene Gespräche fördert, um Antisemitismus entgegenzuwirken.
Zudem kooperiert der Verein mit der Israelitischen Kultusgemeinde für ein jährliches Gedenkwochenende. Jugendspieler:innen und Betreuer:innen tauschen sich mit dem Holocaust-Überlebenden Abba Naor aus, um das Bewusstsein für historische Verantwortung zu stärken. Der FC Bayern unterstützt außerdem die queere Fangruppe Queerpass Bayern mit Regenbogenfahnen und der Teilnahme an Pride-Events. Durch Versteigerungen von signierten Aufwärmtrikots werden Spenden für antirassistische Projekte gesammelt.
Hainers Haltung deckt sich mit jüngsten Forderungen von Persönlichkeiten wie Vincent Kompany, dessen Rede nach dem Vorfall um Vinícius Júnior auf breite Resonanz stieß. Für Hainer ist eine klare Haltung gegen Rassismus entscheidend, um gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Er unterstreicht, dass nachhaltiger Wandel kontinuierlichen Dialog und Bildung erfordert – und nicht nur kurzfristige Gesten.
Der FC Bayern setzt auf eine Kombination aus Aufklärung, öffentlicher Teilhabe und finanzieller Förderung, um Rassismus zu bekämpfen. Die Initiativen laufen das ganze Jahr über und machen den Kampf gegen Diskriminierung zu einer zentralen Priorität. Durch Partnerschaften, Diskussionen und Basisarbeit soll die Kampagne sowohl auf als auch neben dem Platz langfristige Wirkung entfalten.






