06 May 2026, 20:10

Familienunternehmen warnen vor schleichendem Niedergang der deutschen Exportwirtschaft

Offenes Buch mit handschriftlicher genealogischer Familiengeschichte, die die Abstammung einer deutschen Familie detailliert.

Familienunternehmen warnen vor schleichendem Niedergang der deutschen Exportwirtschaft

Ein Jahr nach Amtsantritt der schwarz-roten Koalition hat die Stiftung Familienunternehmen und Politik die Bundesregierung scharf kritisiert. Die Organisation, die über 600 mittelständische und große Familienbetriebe vertritt, wirft der Regierung vor, zentrale wirtschaftliche Versprechen nicht eingelöst zu haben. Führende Vertreter warnen nun, dass die exportabhängige deutsche Wirtschaft Gefahr laufe, schrittweise an Bedeutung zu verlieren.

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Familienunternehmen hatten große Erwartungen in die Wirtschaftspolitik der Koalition gesetzt. Doch nach Angaben des Vorstandsmitglieds Rainer Kirchdörfer gebe es keine Anzeichen für weniger Bürokratie oder Ausgabenkürzungen. Stattdessen sähen sich die Unternehmen einem wachsenden Druck ausgesetzt, Investitionen ins Ausland zu verlagern – nur um dafür anschließend kritisiert zu werden.

Kirchdörfer beschrieb die Lage als eine stille, aber stetige Aushöhlung der deutschen Wirtschaftskraft. Er betonte, dass familiengeführte Betriebe nach wie vor lieber im Inland investieren würden, aber zunehmend gezwungen seien, Gewinne im Ausland zu suchen. Ohne klarere politische Weichenstellungen, so seine Argumentation, könnte der Ruf Deutschlands als führende Exportnation auf Dauer leiden.

Die Stiftung verwies zudem auf übergeordnete Herausforderungen: Während die USA die Vorhersehbarkeit im Welthandel untergraben, stecken europäische Entscheidungsträger in bürokratischen Hürden fest. Kirchdörfer forderte vernünftige Rahmenbedingungen, die sowohl die nächste Generation von Unternehmern als auch die Gesamtwirtschaft stärken.

Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Familienunternehmen die Regierung zum Handeln auffordern, bevor weitere Schäden entstehen. Ohne Reformen könnten Betriebe ihre Aktivitäten weiter ins Ausland verlagern und heimische Investitionen zurückfahren. Die Warnungen der Stiftung deuten auf langfristige Folgen für das deutsche Wirtschaftsmodell hin, sollten sich die aktuellen Trends fortsetzen.

Quelle