EPA und Patentanwaltskammer besprechen Zukunft des europäischen Patentsystems
Alexander TextorEPA und Patentanwaltskammer besprechen Zukunft des europäischen Patentsystems
Das Europäische Patentamt (EPA) führte am 6. Juni an seinem Münchner Hauptsitz ein wichtiges Treffen mit der Patentanwaltskammer (PAK) durch. Die Gespräche standen im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums des Patentanwaltsberufs und behandelten zugleich künftige Veränderungen im europäischen Patentsystem.
An dem Treffen nahmen eine von ihrem Präsidenten angeführte PAK-Delegation sowie Vertreter des EPA teil. Themenschwerpunkte waren unter anderem der Qualitätsaktionsplan 2025 des EPA, der sich auf Personalgewinnung, Schulungen und KI-gestützte Werkzeuge konzentriert, um Prüfer und Formalitätsbeamte zu unterstützen. Die PAK lobte diese Initiativen und betonte ihre Bedeutung für die Aufrechterhaltung hoher Standards im gesamten Patentverfahren.
Das EPA stellte zudem aktuelle Erkenntnisse aus seinem Observatorium für Patente und Technologie vor. Diese Plattform soll evidenzbasierte Diskussionen über Innovation fördern. Zudem wurden Nutzerfeedback eingeholt, um die Qualität zu steigern und das Patentsystem zugänglicher zu gestalten.
Ein weiterer zentraler Punkt war die Modernisierung der Europäischen Eignungsprüfung (EQE). Im März 2025 wurde die Prüfungskomponente Papier F eingeführt; weitere Reformen sind für 2026 geplant, die bis 2027 abgeschlossen werden sollen. Die PAK, die seit 1993 über 4.000 deutsche Patentanwältinnen und Patentanwälte vertritt, beteiligte sich intensiv an den Diskussionen über diese schrittweisen Änderungen.
Das Treffen unterstrich die fortlaufende Zusammenarbeit zwischen EPA und PAK bei der Qualitätsverbesserung und Systemreform. Der Qualitätsaktionsplan 2025 und die Anpassungen der EQE werden die Zukunft der Patentprüfung prägen – mit weiteren Entwicklungen in den kommenden Jahren.






