Engelhardt-Hof erhält Bayerischen Staatsehrenpreis für vorbildliche Lehrlingsausbildung
Alexander TextorEngelhardt-Hof erhält Bayerischen Staatsehrenpreis für vorbildliche Lehrlingsausbildung
Familienbetrieb aus Egersdorf (Cadolzburg) für vorbildliche Lehrlingsausbildung ausgezeichnet
Der familiengeführte Engelhardt-Hof in Egersdorf, Cadolzburg, ist für sein herausragendes Ausbildungsprogramm geehrt worden. Die Landwirtschaft erhielt den Bayerischen Staatsehrenpreis für ihr Engagement in der Nachwuchsförderung. Die Auszeichnung würdigt das besondere Bemühen des Betriebs um Bildung und gesellschaftliches Engagement.
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber überreichte die Auszeichnung an die Günther und Christine Engelhardt GbR, einen von sechs Preisträgern in Bayern in diesem Jahr. Sie betonte, dass eine gute Ausbildung weit über fachliche Kompetenzen hinausgehe und auch persönliche Entwicklung sowie Wertevermittlung umfasse. Das Ausbildungskonzept des Hofs steht unter dem Motto „Fördern, Fordern, Voranbringen“.
Aktuell bildet der Engelhardt-Hof zwei Auszubildende aus, darunter eine junge Frau aus Cuxhaven. Sie absolviert eine duale Ausbildung in der Landwirtschaft, obwohl sie aus einer nicht-landwirtschaftlichen Familie stammt. Dies spiegelt einen bundesweiten Trend wider: Fast 30 Prozent der Agrar-Lehrlinge in Bayern haben keine familiären Wurzeln in der Branche.
Über die klassische Ausbildung hinaus öffnet der Betrieb regelmäßig seine Türen für die Öffentlichkeit. Schulklassen und Kindergartengruppen besuchen den Hof, um moderne Landwirtschaft kennenzulernen und mehr über die Herkunft von Lebensmitteln zu erfahren. Andreas Fingerhut, Zweiter Bürgermeister von Cadolzburg, gratulierte der Familie im Namen der Gemeinde zu dieser besonderen Leistung.
Die Auszeichnung unterstreicht die Vorbildrolle des Engelhardt-Hofs bei der Ausbildung der nächsten Generation von Landwirt:innen. Durch die Kombination aus praktischer Wissensvermittlung, persönlicher Förderung und öffentlicher Bildungsarbeit setzt der Betrieb Maßstäbe in der agrarischen Ausbildung. Gleichzeitig zeigt die Ehrung, wie vielfältiger die Hintergründe der Auszubildenden in der Branche heute sind.






