DSV setzt vollelektrischen Lkw für nächtliche Brenner-Transporte ein
Stjepan StaudeDSV setzt vollelektrischen Lkw für nächtliche Brenner-Transporte ein
DSV startet vollelektrischen Lkw für nächtliche Frachtfahrten über den Brennerpass
DSV hat einen vollelektrischen Lastwagen für nächtliche Gütertransporte über den Brennerpass in Betrieb genommen. Das Fahrzeug wird vom Unternehmensstandort Neufahrn bei München aus eingesetzt und markiert einen Schritt hin zu einer umweltfreundlicheren Logistik entlang einer der meistbefahrenen Alpenrouten Europas. Mit der Initiative sollen Emissionen reduziert werden, ohne die Zuverlässigkeit der Lieferketten zu beeinträchtigen.
Der E-Lkw startete im September 2025 Probefahrten für nächtliche Frachttransporte nach Südtirol. Mittlerweile ist er im regulären Tagesbetrieb im Einsatz und bewältigt eine 490 Kilometer lange Rundstrecke ohne Zwischenladung. Mit einer Reichweite von 500 Kilometern und einer Nutzlast von etwa 22 Tonnen wird das Fahrzeug von einem 400-kW-Elektromotor angetrieben.
Am Standort Neufahrn steht dem Lkw eine Hochleistungs-Ladestation zur Verfügung, die von einer 835-kWp-Dachsolaranlage und einem Batteriespeichersystem mit über 800 kWh Kapazität versorgt wird. Diese Infrastruktur ermöglicht ein effizientes Aufladen zwischen den Fahrten.
Ein entscheidender Vorteil des E-Lkws ist die Befreiung von den nächtlichen Fahrverboten auf der Tiroler Inntalautobahn A12. Dadurch können Frachttransporte ohne Unterbrechung auch nachts durchgeführt werden. Zudem verringert der elektrische Lkw im Vergleich zu herkömmlichen Diesel-Lkw die Lärmbelastung für Anwohner und die Tierwelt.
Das Projekt von DSV fügt sich in die größeren Bestrebungen ein, den internationalen Transport zu dekabonisieren. Das Unternehmen betont, dass die Brennerroute ein entscheidender Prüfstein für nachhaltige Logistik ist. Derzeit liegt der Fokus auf diesem einzelnen Standort, eine Ausweitung des Einsatzes elektrischer Lkw auf andere europäische Standorte wurde bisher nicht angekündigt.
Der vollelektrische Lkw übernimmt nun täglich Frachtfahrten und ersetzt Diesel-Fahrzeuge auf einer der wichtigsten alpinen Transitrouten. Sein Einsatz unterstützt das Ziel von DSV, CO₂-Emissionen zu senken, ohne die Effizienz der Lieferketten zu beeinträchtigen. Gleichzeitig zeigt die Initiative, wie erneuerbare Energien und moderne Ladeinfrastruktur den langstreckigen elektrischen Güterverkehr ermöglichen können.






